fbpx

Anleihen

Anleihen gehören zu den verzinslichen Wertpapieren, die in der Regel mit einer festen Nominalverzinsung daherkommen. Die Zinszahlung erfolgt im Nachhinein quartalsweise, halbjährlich oder jährlich, je nachdem, welche Vereinbarungen getroffen wurden. Diese Vereinbarungen beinhalten selbstverständlich auch Angaben bezüglich der Laufzeit, schließlich sind Anleihen stets befristet und somit für gewöhnlich keine dauerhafte Anlage. Nichtsdestotrotz kann man sein Geld langfristig in Anleihen anlegen und so am Erfolg des emittierenden Unternehmens teilhaben.

Grundsätzlich stellt eine Anleihe die Verbriefung eines Rückzahlungsanspruchs inklusive Verzinsung dar. Anleger überlassen einem Unternehmen auf diese Weise Kapital, das sie später verzinst zurückerhalten und somit eine gewisse Rendite sicher haben. Für das betreffende Unternehmen erweist sich die Herausgabe von Anleihen immer wieder als gutes Mittel zur Beschaffung von Fremdkapital. Im Gegensatz zu Aktionären sind Inhaber von Anleihen keine Miteigentümer der jeweiligen Unternehmung, sondern gelten juristisch als Gläubiger.

Anleihen können in verschiedenen Varianten auftreten und bieten Anlegern demnach eine gewisse Vielfalt. Während bei den sogenannten strukturierten Wertpapieren die Verzinsung vom Eintritt im Vorfeld definierter Ereignisse abhängt, werden Standardanleihen als festverzinsliche Wertpapiere immer mit dem vereinbarten Nominalzins, dem sogenannten Kupon, verzinst.

Die Nominalverzinsung von Standardanleihen

Eine große Besonderheit von Standardanleihen besteht in der Nominalverzinsung, die diese bieten. Anders als beispielsweise Aktien unterliegen Anleihen demnach keinen Kursschwankungen, sondern werden nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit gemeinsam mit den Nominalzinsen, die in Fachkreisen als Kupon bezeichnet werden, an die Anleger zurückgezahlt.

Der Kupon einer Standardanleihe unterscheidet sich für gewöhnlich vom Marktzins, obgleich dieser ein wichtiger Indikator für die Nominalverzinsung darstellt. Hierfür kann beispielsweise die Veränderung des Marktzinses seit Ausgabe der Anleihen verantwortlich sein. Darüber hinaus ist es üblich, einen unrunden Marktzins anzupassen. Zugunsten eines runden Kupons wird daher häufig ein vom Marktzins abweichender Nominalzinssatz gewählt.

Geldanlage mit Anleihen

Anleihen eignen sich für viele Anlegertypen. Je nach Risikobereitschaft und gewünschter Laufzeit wählen Sie in Österreich aus einem breiten Angebot aus. Ein Vergleich lohnt sich!

Was sind Anleihen?

Anleihen sind Schuldverschreibungen. Die ausgebende Stelle (Emittent) – z. B. der Staat Österreich, eine Bank, ein Unternehmen (siehe z. B. SPAR Anleihen) – holt sich auf diesem Weg frisches Kapital. Die Käufer (Gläubiger) agieren dabei als Kreditgeber. Sie erwerben das Recht auf die Rückzahlung des festgelegten Betrages (Nennwert, Nominale) und das Recht auf eine jährliche Verzinsung. Diese kann fix (festgelegt) oder variabel (anpassbar) sein. Andere Bezeichnungen für Anleihen: Renten, Bonds.

Die Emittenten stellen über die Ausgabe von Anleihen das notwendige Geld für große Investitionsvorhaben auf. Folgende Arten unterscheiden wir in Österreich:

  • Staatsanleihen, Bundesschatzscheine (Government Bonds): Der Staat Österreich gibt Staats- oder Bundesanleihen aus. Bundesschatzscheine sind festverzinsliche Schuldverschreibungen der Republik Östereich.
  • Anleihen von Banken: Hypotheken (Pfandrechte an Immobilien) sichern in der Regel Pfandbriefe und Wohnbau-Anleihen ab. Kassen- und Kommunalobligationen (Kommunalbriefe) sind festverzinslichen Schuldverschreibungen. Für sie haften zusätzlich Gebietskörperschaften wie Bundesländer oder Gemeinden.
  • Unternehmensanleihen, Industrieanleihen (Corporate Bonds): Hier fungieren große Konzerne als Emittenten. In der Regel bieten diese eine höhere Verzinsung als Staatsanleihen, sind aber als risikoreicher einzustufen.

Anleihen verfügen über eine festgelegte Laufzeit. Diese umfasst die Zeitspanne von der Ausgabe (Emission) bis zur Rückzahlung bzw. Fälligkeit (Tilgung). Die Laufzeit kann kurz-, mittel- oder langfristig sein: von z. B. 3 über 5 Jahre bis hin zu mehr als 10 Jahren reichen. Während der Laufzeit profitieren Inhaber von Anleihen von jährlichen Zinszahlungen. Ein Vergleich lohnt sich!

Geldanlage Aktien: Risiko und Erträge

Anleihen gelten als relative sichere Form der Geldanlage. Sie bieten aber nur begrenzte Ertragschancen. Die Erträge sind stark abhängig von der jeweiligen Zinsentwicklung. Die Inhaber von Anleihen haben – im Gegensatz zu Aktionären – keine speziellen Rechte. Trotzdem stellen die jährlichen Zinszahlungen eine laufende Einnahmequelle dar. Ein Vergleich lohnt sich!

Wichtig ist, die Zahlungsfähigkeit (Bonität) der Emittenten zu prüfen. Staaten, Banken oder Unternehmen mit schlechter Zahlungsfähigkeit bzw. einem schlechten Rating bieten meist höhere Zinszahlungen. Sie sind insofern risikoreicher, als Sie eher mit Zahlungsausfällen (Zinsen, Rückzahlung bzw. Tilgung) rechnen müssen.

Der Geldanlage-Tipp

Die Geldanlage in Anleihen will gut überlegt sein und erfordert einiges an Fachwissen. Fest verzinsliche Anleihen bestechen beispielsweise durch ihre Planbarkeit. Im Vergleich zu Aktien sind sie geringeren Kursschwankungen ausgesetzt.

Das bedeutet auf der anderen Seite, dass die Ertragschancen begrenzt sind. Ein Bonitätsrisiko, das Risiko, dass der Emittent zahlungsunfähig wird, bleibt bestehen. Anders als bei Aktien entscheiden Inhaber von Anleihen nichts mit, z. B. bei Unternehmensanleihen.

Ein Tipp: Anleihefonds setzen sich aus einer Vielzahl an verschiedenen Anleihen zusammen. Ein Fonds hat ein geringeres Risiko als eine Investition in einzelne Bonds. Ein Vergleich lohnt sich!