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Restschuldversicherung

Restschuldversicherung ist kein zwingendes Muss

Konsumenten, die eine größere Anschaffung planen, eine Umschuldung beabsichtigen oder aus anderen Gründen einen Kredit aufnehmen möchten, wenden sich mit ihrem Finanzierungswunsch an ihre Hausbank oder nutzen mitunter die Möglichkeiten des Internets, um sich auf die Suche nach einem günstigen Online-Kredit zu begeben. In der Regel erhält man im Zuge der Abwicklung der Formalitäten auch ein Angebot über eine entsprechende Restschuldversicherung. Obwohl diese die Kosten erhöht, sind viele Kreditnehmer zunächst nicht abgeneigt, was nicht zuletzt auf die starken Argumente der Bankberater zurückzuführen ist. So soll diese Versicherung den Kreditnehmer beziehungsweise dessen Hinterbliebene in den folgenden Fällen absichern:

  • Krankheit
  • Arbeitslosigkeit
  • Tod

Diese Situationen sind ohnehin mit Ängsten behaftet und in Anbetracht der Tatsache, dass solche Existenzängste durch die finanzielle Belastung eines mitunter hohen Kredits noch verstärkt werden, ist das diesbezüglich hohe Sicherheitsbedürfnis vieler Menschen nicht verwunderlich. Die Sicherheit, dass im Fall der Fälle nicht auch noch Geldsorgen durch den Kredit die finanzielle Situation verschärfen, bewegt viele Kreditnehmer dazu, die zusätzlichen Kosten einer Restschuldversicherung in Kauf zu nehmen.

Restschuldversicherungen sind nicht immer sinnvoll

Im Gespräch mit dem Bankberater werden die Vorzüge einer Restschuldversicherung meist immer wieder betont. Dies hat zumeist zwei Gründe, denn einerseits fungiert diese als zusätzliche Kreditsicherheit und andererseits erhält der Berater für einen entsprechenden Abschluss möglicherweise eine Provision. Verbraucher sollten die Sache daher nicht zu blauäugig sehen und immer daran denken, dass die Bank in erster Linie auf ihren eigenen wirtschaftlichen Nutzen bedacht ist.

Wie aktuell auf „morgenpost.de“ zu lesen ist, ist eine Restschuldversicherung längst nicht immer ein Muss, auch wenn dies zunächst nicht den Anschein hat. So ist diese oftmals teure zusätzliche Absicherung in vielen Fällen mehr oder weniger überflüssig. In besonderem Maße trifft dies auf Finanzierungen mit kurzer Laufzeit zu. Im Gegensatz dazu ist eine Restschuldversicherung in Zusammenhang mit einem Immobilienkredit durchaus immer eine Überlegung wert.

Vorsicht bei Krediten mit Restschuldversicherung

Viele Verbraucher, die sich mit einem Kreditwunsch an eine Bank wenden, erhalten neben der gewünschten Finanzierung eine Restschuldversicherung, die ihnen mehr Sicherheit bieten soll. Der Sinn und Zweck einer solchen Versicherung soll in der Absicherung des Kreditnehmers und dessen Angehöriger bestehen, denn falls dieser erkrankt, arbeitslos wird oder verstirbt, wird die noch offene Kreditsumme durch die Restschuldversicherung abgedeckt.

Auf den ersten Blick erscheint eine Restschuldversicherung für Kreditnehmer äußerst sinnvoll zu sein. Zudem betrachten die Banken diese oftmals als zusätzliche Sicherheiten und raten ihren Kunden daher dringend zum Abschluss.

Kredite mit Restschuldversicherung in der Kritik

Einige Finanzexperten ermahnen Verbraucher, bei einem Kredit mit Restschuldversicherung Vorsicht walten zu lassen. Wie unter anderem auf „focus.de“ berichtet wird, hat das ZDF in dieser Sache intensiv recherchiert und dabei einen Trick enttarnt, der so manchen Verbraucher in die Irre führt.

Heutzutage ist es keine Seltenheit mehr, dass Händler eine Null-Prozent-Finanzierung anbieten. So kann man beispielsweise beim Einkauf von Technik oder Möbeln bequem den Ratenkauf in Anspruch nehmen und muss noch nicht einmal Zinsen zahlen. Ein solches Angebot klingt natürlich äußerst verlockend und überzeugt regelmäßig zahllose Verbraucher. Laut „focus.de“ will die ZDFZoom-Redaktion allerdings herausgefunden haben, dass diese Null-Prozent-Finanzierung keineswegs immer kostenlos sind. Restschuldversicherungen erweisen sich in diesem Zusammenhang als wahre Kostenfallen und treiben die Kosten für einen solchen Finanzkauf in die Höhe. Viele Konsumenten wissen zunächst nichts von den Zusatzkosten und werden erst beim Abschluss der Finanzierung darüber informiert. Zunächst kann eine solche Restschuldversicherung dann noch recht sinnvoll erscheinen, doch „focus.de“ zufolge erreichen die Verbraucherzentralen immer wieder Beschwerden darüber, dass die Versicherungen im Ernstfall doch nicht zahlen. Im Endeffekt zahlt der Kreditnehmer also für einen Versicherungsschutz, der gar nicht wie erwartet greift. Manche Verbraucherschützer sprechen daher mitunter von Wucher.

Wer die Null-Prozent-Finanzierung eines Händlers in Anspruch nehmen möchte oder einen Kredit aufnehmen will, sollte somit auch das Kleingedruckte sorgsam lesen und insbesondere in Sachen Restschuldversicherung Vorsicht walten lassen.