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Umschuldungskredit

Im ersten Schritt sollten Schuldner die Konditionen ihres bestehenden Darlehens überprüfen. Die wichtigsten Kriterien sind der effektive Jahreszins, die Restlaufzeit und die monatliche Tilgungsrate. Die entsprechenden Angaben sind im Tilgungsplan aufgeführt und lassen sich notfalls auch bei der Bank erfragen. Ob die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung geltend macht und wie hoch diese ausfällt, kann bei verschiedenen Krediten variieren. Die individuelle Regelung lässt sich den Vertragsbedingungen entnehmen oder bei der Bank erfragen. Grundsätzlich gilt bei Verträgen, die vor dem 11. Juni 2010 abgeschlossen wurden, eine Kündigungsfrist von drei Monaten.

Anschließend sollten die Schuldner errechnen, ob sie durch eine Umschuldung überhaupt sparen können und wie hoch die Ersparnis ausfällt. Dies lässt sich aus dem effektiven Jahreszins, der Restlaufzeit in Monaten und der monatlichen Tilgungsrate errechnen.

Hat der Schuldner ein verbindliches Angebot für ein Darlehen, mit dem er im Vergleich zum alten Kredit eine Ersparnis hat, sollte er diese Chance auch nutzen. Eine Möglichkeit besteht etwa darin, das neue Kreditangebot bei der Hausbank vorzulegen und dort zu fragen, ob bei einer Umschuldung hier ähnliche Konditionen möglich sind. Unter Umständen geht das Geldinstitut darauf ein, andernfalls können die Betroffenen einfach den Anbieter wechseln.

Ein alter und kostspieliger Kredit lässt sich unter Umständen mit Hilfe einer Umschuldung durch einen neuen, zinsgünstigeren Kredit ablösen. Das kann sich bei Dispokrediten, Ratenkrediten und Baufinanzierungen lohnen. Denn je nachdem, wie hoch der Schuldenstand ist, können in diesem Fall Einsparungen im drei- bis vierstelligen Bereich realisiert werden. Jedoch lassen sich nicht alle Kreditformen problemlos umschulden. Bei einem zweckgebundenen Darlehen wie etwa einem Autokredit ist in der Regel keine Umschuldung möglich. Wurde der Kredit nicht für einen bestimmten Zweck ausgezahlt, lässt er sich durch einen neuen ablösen. Der Baukredit stellt eine Ausnahme von dieser Regel dar.

Darum lohnt sich die Umschuldung

Das gesunkene Zinsniveau ist einer der Gründe dafür, dass sich die Umschuldung für den Schuldner lohnt. So ist laut Angaben der Bundesbank etwa der durchschnittliche Zinssatz für einen Konsumentenkredit mit einer Laufzeit von ein bis fünf Jahren von 5,67 Prozent im Jahr 2010 auf aktuell 4,77 Prozent gesunken. Allein dieser Vergleich zeigt schon, dass sich die Umschuldung für den Schuldner wirklich lohnen kann.

Darüber hinaus gibt es noch zwei weitere Effekte, die sich positiv auf den Schuldner auswirken. Wird die Umschuldung etwa über eine günstige Onlinebank abgewickelt, kann der Schuldner sogar noch weit mehr sparen als die durchschnittlichen Zinsen besagen. Zudem ist Zins umso niedriger, je kürzer die Laufzeit ist. Wer beispielsweise vor sechs Jahren einen Kredit mit zehnjähriger Laufzeit abgeschlossen hat, benötigt für die Umschuldung lediglich ein Darlehen mit einer Laufzeit von nur vier Jahren, was die Zinsen weiter senkt.

Eine Beispielrechnung zum Spareffekt:

Hat der alte Kredit eine Restlaufzeit über 36 Monate, ergibt sich bei einem effektiven Jahreszins von 8,5 Prozent und einer monatlichen Tilgung von 400 Euro eine Restschuld von 12.729,88 Euro.

Vergibt ein neuer Anbieter den benötigten Betrag – ebenfalls bei einer Laufzeit von 36 Monaten – zu einem effektiven Jahreszins von 6,5 Prozent, ergibt sich durch die Umschuldung eine Ersparnis von 393,07 Euro. Sollte der alte Kreditgeber eine Vorfälligkeitsentschädigung von einem Prozent des offenen Betrages fordern, beträgt diese 127,30 Euro. Die Ersparnis liegt in diesem Fall also immer noch bei 265,77 Euro.

Wie schwierig ist es, einen Kredit zu kündigen?

Während die Umschuldung für den Gläubiger eine Chance darstellt, ist sie für das Geldinstitut ein Problem. Der Grund: Dieses hat über die komplette Laufzeit hinweg mit Zinseinnahmen gerechnet. Wird also ein Kredit vor dem Ende der Laufzeit getilgt, ist die Bank gezwungen, das Geld anderweitig anzulegen – etwa in einem neuen Kredit. Durch das gesunkene Zinsniveau ergeben sich daraus aber geringere Erträge.

Dieser Mechanismus ist bei den Banken natürlich bekannt. Deshalb verlangen sie für die vorzeitige Tilgung im Rahmen einer Umschuldung üblicherweise eine Art Strafgebühr, nämlich die Vorfälligkeitsentschädigung. Hierbei gelten allerdings für verschiedene Kreditarten auch unterschiedliche Regelungen.

Für Baufinanzierungen gilt beispielsweise eine Zinsbindung über mehrere Jahre hinweg. In dieser Phase lohnt sich eine Umschuldung in den seltensten Fällen, weil hier eine sehr hohe Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird. Sobald die Zinsbindung ausgelaufen ist, muss der Kreditnehmer hingegen keine Vorfälligkeitsgebühr mehr zahlen. In diesem Fall lässt sich durch die Umschuldung problemlos ein drei- bis vierstelliger Betrag einsparen.

Für Ratenkredite hingegen gilt ein wichtiger Stichtag: der 11. Juni 2010. An diesem Tag ist nämlich die europäische Verbraucherkreditlinie in Kraft getreten. Diese steckt den gesetzlichen Rahmen für nahezu alle Konsumentenkredite für Beträge zwischen 200 und 75.000 Euro ab. Sofern ein Ratenkredit nach diesem Stichtag abgeschlossen wurde, dürfen die Banken als Vorfälligkeitsentschädigung maximal einen Betrag in Höhe von einem Prozent der noch ausstehenden Restschuld fordern. Für die Schuldner lohnt sich die Umschuldung also oft auch, wenn sie die Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen müssen. Wurde ein Vertrag vor dem 11. Juni 2010 abgeschlossen, gilt dafür jedoch kein gesetzliches Limit.

Die Schuldner müssen dem neuen Gläubiger aber mitteilen, wie es um die Bonität bestellt ist und was sie mit dem Darlehen finanzieren wollen. Bevor das neue Darlehen vergeben wird, überprüft die Bank in jedem Fall, ob der Antragsteller Schulden hat. Sofern dieser dem Kreditinstitut mitteilt, dass er eine Umschuldung geplant hat, ist für das Kreditinstitut allerdings klar, dass künftig einer der bisherigen Gläubiger wegfallen wird.

Lässt sich ein Dispokredit umschulden?

Ein Dispokredit ist eigentlich dazu gedacht, um einen kurzfristigen finanziellen Engpass auszugleichen, bis auf dem Konto der nächste Zahlungseingang verbucht wird und das Konto somit wieder ausgeglichen ist. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass sich die Schulden auf dem Girokonto langsam zu vierstelligen Beträgen aufschaukeln. Für den Bankkunden kann das finanziell schmerzhaft werden: Viele Banken verlangen für den Dispokredit trotz des historischen Zinstiefs nämlich einen Zinssatz von zehn bis 15 Prozent. Bei einem Minus von 2.000 Euro auf dem Konto macht das im Jahr zwischen 200 und 300 Euro aus.

Nimmt der Schuldner hingegen einen Ratenkredit auf, kann er damit nicht nur bestehende Ratenkredite ablösen, sondern auch seinen Dispositionskredit ablösen. In diesem Fall hat er einen enormen Zinsvorteil. Denn selbst ein Minus auf dem Girokonto bedeutet nicht automatisch, dass die Bank die Kreditwürdigkeit des Antragstellers negativ bewertet.

Je nachdem, wie es um die persönliche Bonität bestellt ist, bieten Banken einen Ratenkredit in Höhe von 2.000 Euro mit einer Laufzeit von zwei Jahren aktuell mit einem Zinssatz von unter fünf Prozent an. Im Vergleich zum Zinssatz bei einem Dispositionskredit kann der Schuldner seine Zinsbelastung also erheblich reduzieren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass ein Dispokredit jederzeit abgelöst werden kann, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird.

Allerdings ist der Schuldner bei einem Ratenkredit weniger flexibel als beim Dispokredit. Schließlich müssen die monatlichen Raten bedient werden. Dies erscheint auf den ersten Blick als Nachteil, bringt aber auch Vorteile mit sich. Denn weil sie um die Höhe der regelmäßigen monatlichen Raten wissen, fällt es zahlreichen Schuldnern leichter, die Schulden auch wieder abzutragen. Die Rückzahlung des Dispositionskredites hingegen wirkt auf viele eher freiwillig. Außerdem wird der Ratenkredit zu einem fixen Zinssatz vergeben, während die Zinsen für den Dispokredit im ungünstigsten Fall sogar noch weiter ansteigen können.

Die Baufinanzierung ablösen – wie geht das?

Grundsätzlich gestalten sich die Regularien bei einem Immobilienkredit etwas anders als es beim Ratenkredit der Fall ist. Der Grund: Eine Baufinanzierung unterliegt nicht der EU-Verbraucherkreditlinie. Deshalb gibt es für die Baufinanzierung auch keine Deckelung der Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von einem Prozent des Darlehensbetrages. Dafür gibt es im Fall einer Immobilienfinanzierung eine mehrjährige Zinsbindung, durch welche der Schuldner gewissermaßen an den Kreditgeber gefesselt ist.

Eine Umschuldung der Baufinanzierung ist für den Kreditnehmer aber äußerst interessant, sobald die Frist für die Zinsbindung ausgelaufen ist. Dann nämlich sind durch eine geeignete Anschlussfinanzierung durchaus Einsparungen im vierstelligen Bereich möglich. Der Grund für dieses Einsparungspotential sind einerseits die hohen Beträge, die bei einer Baufinanzierung im Spiel sind, sowie die vergleichsweise sehr langen Laufzeiten. Deshalb macht sich in diesem Fall das aktuelle Zinstief sogar noch stärker bemerkbar. So sind die durchschnittlichen Zinsen für fünf- bis zehnjährige Immobiliendarlehen von 4,96 Prozent im Jahr 2004 auf aktuell 2,31 Prozent gesunken.

Sofern der Immobilienkredit bereits seit einigen Jahren läuft, hat der Schuldner bereits einen großen Teil abbezahlt, was wiederum seine Bonität erhöht. Das bedeutet für den Kreditnehmer, dass er die Anschlussfinanzierung zu einem deutlich günstigeren Zinssatz erhält. Wird die Anschlussfinanzierung für einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren gewählt, sind beispielsweise aktuell Zinsen von unter zwei Prozent durchaus im Rahmen des Üblichen.

Schuldner, die eine Baufinanzierung umschulden möchten, sollten also in jedem Fall die Kündigungsfrist für die Zinsbindung prüfen. Diese ist im jeweiligen Kreditvertrag geregelt. Haben Gläubiger und Schuldner beispielsweise eine Zinsbindung über 15 Jahre vereinbart, haben Schuldner nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches ein Recht zur einseitigen Kündigung, was sich beim aktuellen Zinsniveau durchaus lohnt.

Eine günstige Anschlussfinanzierung finden

Die Schuldner sollten zunächst im Blick behalten, wann die Zinsbindungsfrist ausläuft oder wann sie vom einseitigen Kündigungsrecht Gebrauch machen können. Des weiteren sollten sie sich schon frühzeitig über die aktuellen Konditionen für eine Baufinanzierung informieren. Eine genaue Sondierung des Finanzmarktes lohnt sich etwa zwei bis vier Monate, bevor die Zinsbindungsfrist ausläuft. Um einen soliden Vergleich zu haben, sollten die Betroffenen auch ein Angebot zur Umschuldung ihrer Hausbank einholen, welches sie mit den Angeboten anderer Finanzdienstleister vergleichen können. Für einen soliden Vergleich können die Betroffenen einen kostenlosen Baufinanzierungsrechner nutzen.

Falls die Konditionen der Hausbank nicht ähnlich gut sind wie die anderer Anbieter, sollten die Schuldner den Finanzdienstleister wechseln. Für den Wechsel an sich darf die Bank keine Gebühr erheben. Lediglich die Abtretung der Grundschuld kostet die Kreditnehmer zwischen 0,1 und 0,2 Prozent der Grundschuld. Damit sich der Wechsel auch lohnt, sollte der neue Anbieter also in jedem Fall um diesen Betrag günstiger sein.

Können auch mehrere Kredite umgeschuldet werden?

Neben den möglichen Einsparungen durch niedrigere Zinsen kann ein weiterer Grund für Umschuldungen auch darin liegen, die eigenen Finanzen in Ordnung zu bringen. Denn nicht selten haben Verbraucher nicht nur einen, sondern gleichzeitig mehrere Verbraucherkredite parallel laufen. Sollte wegen unvorhergesehener Ausgaben auch noch das Girokonto ins Minus rutschen, ist der Überblick über die Verbindlichkeiten schnell verloren. In diesem Fall hilft eine Umschuldung auch dabei, die finanzielle Orientierung zu behalten.

Allerdings müssen die Schuldner bedenken, dass bezüglich der Vorfälligkeitsentschädigung bei unterschiedlichen Verträgen auch verschiedene Regeln gelten können. Deshalb muss die Vorfälligkeitsentschädigung für jeden der bestehenden Kredite errechnet werden, sodass sich eine Gesamtkalkulation erstellen lässt.

Umschuldungsrechner

Weil sich die Zinsen, die von den Banken erhoben werden, kontinuierlich ändern, können kürzlich aufgenommene Kredite schon nach wenigen Monaten oder Jahren für deutlich weniger Geld erhältlich sein. Wer von einem günstigen Zinsniveau profitieren möchte, kann deshalb einen Umschuldungskredit in Anspruch nehmen. Jedoch müssen die Kreditnehmer einige Feinheiten beachten, bevor sie die Umschuldung tatsächlich in Angriff nehmen. Bei einer Umschuldung werden eines oder mehrere Darlehen durch einen neuen Kredit über die Gesamtsumme ersetzt. Üblicherweise erfolgt das, sobald die vereinbarte Zinslaufzeit abgelaufen ist und der Kreditnehmer eine Anschlussfinanzierung benötigt. Ein weiterer Grund zur Umschuldung besteht dann, wenn das neue Darlehen zu deutlich besseren Konditionen erhältlich ist als das alte. Bei einer Baufinanzierung, wo sich der Kredit nicht selten über eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren erstreckt, ist eine Umschuldung völlig selbstverständlich.

Eine Alternative: das Forward-Darlehen

Kreditnehmer haben also die freie Wahl, die Umschuldung nach einem vereinbarten Zeitraum oder vorzeitig vorzunehmen. Erfolgt die Umschuldung im Rahmen einer Anschlussfinanzierung, schließt der Schuldner meist ein sogenanntes Forward-Darlehen ab. Dabei sichert er sich einen günstigen Zinssatz, bevor die Zinsbindungsfrist des alten Darlehens abläuft. Ob diese Möglichkeit aber auch wirklich sinnvoll ist, hängt stark vom individuellen Fall ab. Meist nutzen die Kreditnehmer das historische Zinstief aus, um von günstigen Zinsen zu profitieren. Andererseits lässt es sich nur schwer abschätzen, wie sich die Hypothekenzinsen bis zu jenem Zeitpunkt entwickeln werden, zu dem die Zinsfestschreibung fällig wird. Diese Form der Umschuldung gilt nur dann als sinnvoll, wenn sich steigende Zinsen abzeichnen. Der Grund: Dem Zinsgewinn durch das Forward-Darlehen steht auch ein Entgelt von 0,5 Prozent der Darlehenssumme im Vergleich zum konventionellen Immobilienkredit gegenüber.

Wichtig: das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen

Eine Umschuldung ist jedoch auch mit verschiedenen finanziellen Risiken verbunden. Beispielsweise können durch die Umschuldung und einen neuen Kredit Gebühren entstehen. Das betrifft vor allem jene Verträge, in welchen eine Hypothek Bestandteil des Vertrages ist. In diesem Fall ist die Umschuldung mit relativ hohen Kosten verbunden. Damit die Schuldner nicht in eine Schuldenfalle tappen und für die Umschuldung möglicherweise mehr ausgeben als sie einsparen, sollten sie einen Umschuldungsrechner nutzen.

Was macht der Umschuldungsrechner?

Schuldner können einen Umschuldungsrechner nutzen, um bei einer Anschlussfinanzierung oder einer vorzeitigen Umschuldung ihre finanziellen Vor- und Nachteile ausrechnen. Mit dem Umschuldungsrechner können sie also ermitteln, ob sich eine Anschlussfinanzierung oder ein Forward-Darlehen auch tatsächlich lohnen. Die Kreditnehmer können hier die genauen Konditionen für einen Kredit zu jenem Zeitpunkt ausrechnen, an welchem eine Anschlussfinanzierung erfolgen soll. Damit der Umschuldungsrechner die passenden Daten für den eigenen Fall ausgibt, muss der Schuldner lediglich einige Angaben mmachen. Dazu gehören neben dem Tilgungssatz und der Sollzinsbindung auch der Auszahlungstermin, der Immobilienwert sowie der gewünschte Betrag.

Ein Hilfsmittel zur Kalkulation

Weil sich das eigene Darlehen schnell und unkompliziert berechnen lässt, hilft der Umschuldungsrechner bei Kalkulation und Analyse der Anschlussfinanzierung. Die Kreditnehmer erfahren durch den Rechner, wann sich die Anschlussfinanzierung tatsächlich gewinnbringend umsetzen lässt.

Informationen zum Umschuldungskredit

Will ein Kreditnehmer eine Umschuldung vornehmen, kann er diese in nur wenigen Schritten umsetzen. Zunächst sollte der Kunde die wichtigen Informationen zu den alten Krediten sammeln. Soll die Umschuldung ordnungsgemäß und vor allem fehlerfrei durchgeführt werden, müssen sämtliche Angaben sorgfältig geprüft werden. Neben dem aktuellen Zinssatz gehöre dazu auch Kündigungsfristen und die Ablösemöglichkeiten. Anschließend ermitteln die Kreditnehmer, welche Kreditsumme in den abzulösenden Darlehen summiert ist, welche Laufzeit und welche Ratenhöhe sich empfiehlt. Erst dann können sie den neuen Ratenkredit festlegen, wobei sie zugleich überlegen sollten, ob es sinnvoll ist, die Kreditsumme aufzustocken.

In wenigen Schritten zur Umschuldung

Sobald alle Details erklärt werden, können die Kreditnehmer mit einem Umschuldungsrechner die aktuellen Angebote verschiedener Finanzdienstleister miteinander vergleichen und anschließen den neuen Kredit beantragen. Die Kreditnehmer sollten allerdings angeben, dass sie die beantragte Summe zumindest teilweise dafür verwenden wollen, um bestehende Darlehen abzulösen. Wichtig ist es für sie außerdem, sämtliche Darlehen direkt nach der Auszahlung des neuen Kredits zu tilgen. Dadurch vermeiden sie eine Mehrfachbelastung durch die Zinszahlungen.

Wenn Banken bei der Umschuldung helfen

Meist hat der Schuldner für die Umschuldung nicht einmal einen organisatorischen Aufwand. Denn vielfach wird dies von den Banken selbst übernommen. Die Formalitäten erledigen beispielsweise oft die Angestellten des neuen Kreditgebers. Dann müssen die Kreditnehmer nur darauf achten, auch wirklich alle Vollmachten korrekt auszufüllen.

Diese Vorteile bietet die Umschuldung

Sofern eine Kreditumschuldung zu einem günstigen Zeitpunkt erfolgt, kennen die Kreditnehmer Zinsen in nicht unbeträchtlicher Höhe einsparen. Sie schaffen sich dadurch einen finanziellen Freiraum und können diesen Betrag anderweitig investieren. Falls ein Haushalt mehrere Ratenkredite parallel in Anspruch genommen hat, ergeben sich aus einer Umschuldung noch weitere Pluspunkte. Denn weil hier mehrere Darlehen zusammengefasst werden, gibt es bezüglich der Zinsen bessere Konditionen. Darüber hinaus fällt es den Betroffenen leichter, den Überblick über die persönlichen Finanzen zu behalten, weil sie eben nur noch einen Gläubiger haben. Am meisten profitieren die Verbraucher von der Umschuldung übrigens, wenn sie mit dem Darlehen einen relativ teuren Dispositionskredit ablösen wollen.