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Kredit vorzeitig ablösen

Nicht selten kommt es vor, dass Kreditnehmer die Möglichkeit haben, ein Darlehen vorzeitig teilweise oder ganz zu tilgen. Sofern der Kredit zu einem über dem aktuellen Zinsniveau liegenden Zinssatz abgeschlossen wurde, entgeht den Banken damit natürlich ein Gewinn, den sie eigentlich einkalkuliert hatten. Diesen kalkulatorischen Verlust lassen sie sich aber vom Kunden durch die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung erstatten.

  1. Jedoch besteht bei guten Kreditangeboten jährlich die Möglichkeit zu einer gebührenfreien Sondertilgung.
  2. Falls die Kreditnehmer ein Darlehen vorzeitig ablösen wollen, gibt es bezüglich der Gebühren einen Unterschied zwischen einer Hypothek und dem klassischen Ratenkredit.
  3. Für einen Laien ist es kaum nachvollziehbar, wie die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet wird. Berechnen Verbraucherschützer die Vorfälligkeitsentschädigung neu, kommen sie in mehr als 90 Prozent der Fälle zu besseren Konditionen für die Darlehensnehmer.

Wichtige Informationen zur vorzeitigen Kreditablöse

Die Vorfälligkeitsentschädigung einer Baufinanzierung wird äußerst komplex berechnet. Diese kann auf völlig unterschiedlichen Ansätzen basieren. Denn das Ziel der Bank lautet, ihren eigenen Schaden, der sich aus der Zinsmarge ergibt, möglichst gering zu halten.

Der Kreditnehmer kann jedoch nicht nachvollziehen, wie die Kosten berechnet wurden. Sie sollten deshalb eine Verbraucherberatung hinzuziehen, wenn es um die Ablöse einer Hypothek geht. Der Grund: Die Verbraucherberatung lässt eigene Fachleute gegenrechnen und konnte in der Vergangenheit zahlreiche Erfolge verbuchen – die Vorfälligkeitsentschädigung wurde vielfach zugunsten der Darlehensnehmer korrigiert. Eine Ausnahme gibt es bei Hypotheken mit einer Laufzeit über zehn Jahren. Hier besteht nach dem Ende des zehnten Jahres die Möglichkeit, außerordentlich zu kündigen, ohne der Bank dafür eine Entschädigung zahlen zu müssen.

Bei Ratenkrediten hingegen gibt es eine klare und nachvollziehbare gesetzliche Regelung. Sofern der Kredit eine Restlaufzeit von über einem Jahr hat, darf die Bank höchstens ein Prozent der Restschuld verlangen. Bei einer kürzeren Restlaufzeit sogar nur 0,5 Prozent der Restschuld. Daran sollten die Verbraucher denken, wenn sie beispielsweise einen Autokredit ablösen möchten.

Es lohnt sich also für die Kreditnehmer, vorher zu berechnen, ob sich die vorzeitige Tilgung des Kredites wirklich lohnt, oder ob die Kosten höher sind. Sofern ein Darlehen mit einem relativ hohen Zinssatz durch eines mit niedrigerem Zinsniveau eingebunden werden, sollten also die Kosten mit dem Zinsvorteil verglichen werden. Diese Bündelung und die vorzeitige Ablöse des bestehenden Darlehens lohnt sich also nur, wenn der Vorteil durch die niedrigeren Zinsen auch wirklich überwiegt.

Nahezu alle Finanzdienstleister bieten bei einem Ratenkredit schon jetzt die Möglichkeit, dass der Darlehensbetrag um eine bestimmte Summe pro Jahr reduziert werden kann. Ein Kredit Test zeigt auf den Homepages der Finanzdienstleister, unter welchen Bedingungen das Darlehen vorzeitig abgelöst werden kann. Die besten Ratenkredite zeichnen sich natürlich auch dadurch aus, dass sie bei der vorzeitigen gute Konditionen anbieten. So können die Kreditnehmer beim Testsieger etwa pro Jahr bis zu 50 Prozent der Restschuld aus dem Vorjahr vorzeitig tilgen.

Wann macht es Sinn, das Darlehen vorzeitig zu kündigen?

Aus vielfältigen Gründen kann es durchaus sinnvoll sein, einen bestehenden Kredit vorzeitig abzulösen. Sofern auf dem Finanzmarkt gerade niedrige Zinsen gelten und der Darlehensnehmer zuvor einen Kredit mit hohem Zinssatz abgeschlossen hat, ist eine Umschuldung des Darlehens oft sinnvoll. Wichtig ist hierbei allerdings der richtige Zeitpunkt. Wer regelmäßig im Test die Angebote vergleicht, kann also relativ einfach den günstigsten Zeitpunkt für die Umschuldung ermitteln. Im günstigsten Fall können die Verbraucher dadurch alljährlich einen dreistelligen Betrag einsparen. Sinn kann es aber auch machen, wenn mehrere kleine Darlehen in einem großen Kredit zusammengefasst werden. In diesem Fall sollten die Kreditnehmer aus den bestehenden Verträgen die aktuelle Zinsbelastung errechnen. Den errechneten Betrag können sie dann einfach online mit den Konditionen anderer Anbieter vergleichen. Sobald ein günstigeres Angebot gefunden ist, kann die Umschuldung der Darlehen starten. Ein Vergleich der Angebote lohnt sich vor allem, wenn Kredite mit einem hohen Zinssatz wie ein Dispokredit bestehen. Denn hier ist der Zinssatz meist um einiges höher als bei einem herkömmlichen Darlehen. Der entscheidende Faktor liegt für den Kreditnehmer also darin, ob er in Summe mit der Ablöse des bestehenden Darlehens günstiger fährt als mit den vergleichsweise hohen Zinsen, die er aktuell bezahlt.

In welchen Situationen bietet die vorzeitige Ablösung Vorteile?

Für Kreditnehmer, die ein Immobiliendarlehen mit fixem Zinssatz abgeschlossen haben, kann sich die vorzeitige Ablösung des Darlehens lohnen, wenn eine dauerhafte Niedrigzinsphase absehbar ist. Bei einem Darlehen mit variablem Zinssatz können sich vorzeitige Tilgung oder Umschuldung in einer aktuellen Hochzinsphase lohnen. Wer eine Erbschaft gemacht oder in eine höhere Gehaltsstufe gelangt sollte sich über die Vorfälligkeitsentschädigung informieren. In die Kostenfalle gelangen die Eigentümer von Immobilien oft, wenn sie ihr Objekt verkaufen und damit auch das Darlehen vorzeitig ablösen oder tilgen müssen. Auch für sie empfiehlt sich eine Beratung durch Experten im Vorfeld.

Wann muss keine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden?

Kreditnehmer, die einen Vertrag mit variablem Zinssatz abgeschlossen haben, können diesen nach Vorgaben des Gesetzgebers zu jedem beliebigen Zeitpunkt ablösen, sofern sie die dreimonatige Kündigungsfrist einhalten. Aus diesem Grund werden die Zinsen seitens der Banken auch nur für einen Zeitraum von drei Monaten garantiert. Diese Regelung greift allerdings bei einem Kredit mit festgeschriebenem Zinssatz nicht. Sofern die Zinsbindung für einen Zeitraum von zehn Jahren besteht, haben die Darlehensnehmer das Recht zur außerordentlichen Kündigung. Sobald die zehn Jahre verstrichen sind, können sie den Vertrag kündigen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen.

Vielfach haben die Geldinstitute in den Verträgen einen gravierenden Fehler zum Thema Widerrufsrecht gemacht. Denn üblicherweise müssen die Banken darauf hinweisen, dass der Kreditnehmer ein Widerrufsrecht hat. So darf der unterschriebene Kreditvertrag nach gängiger Praxis binnen 14 Tagen storniert werden. Dadurch sollen die Verbraucher vor einer übereilten Entscheidung geschützt werden. Weil vielen Geldinstituten in diesem Punkt ein erheblicher Fehler unterlaufen ist, sollten die Kreditnehmer besser prüfen, ob ihr jeweiliger Vertrag auch wirklich wasserdicht ist. Denn sollte die Widerrufsbelehrung fehlerhaft sein, kann auch eine bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung sehr wahrscheinlich zurückgefordert werden. Oder der Darlehensnehmer muss der Bank keine Entschädigung bezahlen, wenn er vorzeitig kündigt.

Die vorzeitige Kündigung eines Darlehens kann möglicherweise mit hohen Kosten verbunden sein. Während der Kreditnehmer die Höhe der Kosten bei einem Ratenkredit sehr einfach nachvollziehen kann, ist dies bei einem Immobilienkredit anders. In diesem Fall kann die vorzeitige Ablöse für den Darlehensnehmer äußerst kostspielig werden. Jederzeit gekündigt werden können Kredite mit variablem Zinssatz, sofern die dreimonatige Kündigungsfrist eingehalten wird. Eine Baufinanzierung mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren darf spätestens nach dem zehnten Jahr gekündigt werden, ohne dass die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung einfordern kann.

Vorfälligkeitsentschädigung

Bei der Vorfälligkeitsentschädigung handelt es sich um eine zusätzliche Zahlung an den Kreditgeber, welche der Kunde leisten muss, wenn der Kredit vorzeitig abbezahlt wird. Üblicherweise löst ein Kreditnehmer ein bestehendes Darlehen nur dann vorzeitig ab, wenn zwischenzeitlich die Zinsen, die er für einen Kredit bezahlen muss, gesunken sind. Der Grund: der Schuldner kann in diesem Fall einen neuen Kredit zu wesentlich günstigeren Konditionen erhalten und damit einiges an Zinsen sparen. Allerdings muss er dann auch eine Entschädigung an die vorherige Bank zahlen. Wie hoch diese ausfällt, lässt sich anhand eines Rechners zumindest ungefähr ermitteln.

Darum wird die Vorfälligkeitsentschädigung erhoben

Während fallende Zinsen für den Kunden bei Umschuldungen von Vorteil sind, stellt dies für den jeweiligen Kreditgeber einen erheblichen Nachteil dar. Der Grund: Wenn der Kunde den Kredit vorzeitig zurückzahlt, verdient die Bank nicht mehr an den Zinsen, die sie vorher kalkuliert hatte. Das Geldinstitut kann dann zwar die zurückgezahlte Restschuld als neuen Kredit vergeben – jedoch zu deutlich schlechteren Konditionen als es beim bisherigen Kredit der Fall war. Dadurch entsteht der Bank ein Zinsverlust. Die Bank hat deshalb das Recht, eine Vorfälligkeitsentschädigung zu verlangen, um diesen Verlust auszugleichen.

Wann wird keine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet?

Im Regelfall darf die Vorfälligkeitsentschädigung nur dann eingefordert werden, wenn der Kredit noch während des Zeitraums getilgt wird, in dem die Zinsen festgeschrieben sind. Handelt es sich hingegen um Darlehen mit variablen Zinsen, bei welchen keine Bindung an den Sollzins stattfindet, hat die Bank keinen Anspruch auf eine Entschädigung. Auch bei einer Baufinanzierung kann eine Anschlussfinanzierung durch andere Geldinstitute erfolgen, sofern die Frist für die Zinsfestschreibung abgelaufen ist. Sollte die Bindung an den Sollzins über mehr als zehn Jahre hinweg festgelegt sein, darf nach dem zehnten Jahr bei einer vorzeitigen Ablösung ebenfalls keine Vorfälligkeitsentschädigung gefordert werden.

Wie wird die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet?

Grundsätzlich dürfen bei Verbraucherdarlehen, die vorzeitig gekündigt werden, maximal ein Prozent der Restschuld als Vorfälligkeitsentschädigung berechnet werden. Sofern die Restlaufzeit unter einem Jahr liegt, darf die Bank laut §502 des Bürgerlichen Gesetzbuches sogar nur maximal 0,5 Prozent der Restschuld geltend machen. Diese Begrenzung gilt hingegen nicht für Baufinanzierungen. Gedeckelt ist die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung auch nicht bei Ratenkrediten, welche vor dem 11. Juni 2010 abgeschlossen wurden. Grundsätzlich sollten die Banken für die Berechnung aber den Betrag für die maximal erlaubte Sondertilgung abziehen.

Berechnet wird die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung seitens der Banken entweder mit der Aktiv-Aktiv oder der Aktiv-Passiv-Methode.

In ersterem Fall werden die Zinserträge, welche durch die vorzeitige Ablöse entstanden sind, mit den Einnahmen verglichen, die bei einem neuen Kredit möglich sind. Weil sich diese Berechnungsmethode meist als günstiger für den Kreditnehmer erweist, wird sie von relativ wenigen Banken angewendet. Bei der Aktiv-Passiv-Methode dagegen wird der vertraglich vereinbarte Zahlungsstrom mit den Zinserträgen verglichen, welche bei einer erneuten Kreditvergabe eingenommen werden können. In diesem Fall wird die Vorfälligkeitsentschädigung aus der Differenz der beiden Beträge berechnet.

Wann lohnt sich die vorzeitige Kündigung von Krediten?

Die vorzeitige Kreditablöse lohnt sich in jedem Fall, wenn eine Verbraucherzentrale oder ein Anwalt festgestellt haben, dass die Widerrufsbelehrung im Vertrag fehlerhaft ist. Sowohl Anwalt als auch Verbraucherzentrale überprüfen die Verträge gegen eine geringe Gebühr. In diesem Fall stehen die Chancen sehr gut, dass die Schuldner bei der vorzeitigen Ablöse keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen müssen.

In dem Fall sollten die Schuldner zunächst berechnen, wie hoch die Restschuld ist, damit sie planen können, wie sie die Finanzierung mit der darlehensgebenden Bank gestalten müssen. Schließlich müssen sie sich um eine Anschlussfinanzierung kümmern. Sollte kein unerwarteter Geldsegen ins Haus stehen, benötigen sie also die Angebote anderer Banken, damit sie gut vergleichen können. Diese Vorgehensweise wird als Umschuldung bezeichnet und bedeutet: Die Schuldner versuchen, bei einem anderen Geldinstitut ein neues Darlehen aufzunehmen, um das alte abzulösen. Aktuell ist das für die Schuldner besonders günstig, weil sich in der historischen Niedrigzinsphase einiges an Geld sparen lässt.

Der neue Kredit wird vom Schuldner in einer Höhe aufgenommen, die der Restschuld entspricht und tauscht damit einen Zinssatz von vielleicht sieben Prozent gegen einen Zinssatz von etwa zwei Prozent aus. Die Schuldner sollten sich am besten von ihrer neuen Bank eine schriftliche Zusage zur geplanten Finanzierung geben lassen. Idealerweise sollte diese eine Gültigkeit von vier bis sechs Wochen haben. Die Höhe der Zinsen lässt sich zwar nur für maximal zwei Tage garantieren – das gilt speziell für eine Immobilienfinanzierung. Allerdings kann die Bank auch über einen längeren Zeitraum hinweg garantieren, dass sie die Zinsen tagesaktuell ausgibt.

Erst wenn sie diese Zusage in der Tasche haben, sollten sich die Gläubiger um die Ablösung des alten Darlehens kümmern und Kündigung oder Widerruf einlegen. Der Vertrag beim neuen Geldinstitut sollte erst unterschrieben werden, wenn die alte Bank Kündigung oder Widerruf akzeptiert und das Darlehen auch wirklich gekündigt werden kann. Dieser Aspekt ist insofern wichtig, als der Schuldner ansonsten zwei Darlehen abbezahlen müssten. Zudem haben sie nur ein Zeitfenster von 30 Tagen, um bei der alten Bank die Restschuld zu tilgen.

So wird der Immobilienkredit vorzeitig abgelöst

Oft führen private Umstände wie plötzliche Arbeitslosigkeit oder eine Scheidung dazu, dass Immobilienbesitzer das Darlehen, das sie für den Erwerb der Immobilie aufgenommen haben, vorzeitig ablösen müssen.

Die Immobilienbesitzer entscheiden sich in diesen Fällen meist dafür, die Immobilie zu verkaufen und aus dem Erlös den Kredit zu tilgen.

Sofern die geldgebende Bank damit einverstanden ist, kann hier natürlich ebenso eine Übernahme des bestehenden Darlehens in Erwägung gezogen werden. In diesem Fall muss allerdings auch der Käufer der Immobilie einverstanden sein. Angesichts des aktuell äußerst niedrigen Zinsniveaus kommt es allerdings relativ selten vor, dass die Käufer diese Alternative ablehnen und stattdessen einen eigenen Kredit aufnehmen.

Der Verkäufer hat also im Grunde fast keine andere Möglichkeit, als eine vorzeitige Rückzahlung des Kredits anzustreben und auch durchzuführen. Allerdings fällt in diesem Fall – außer die Widerrufsbelehrung ist fehlerhaft – eine Vorfälligkeitsentschädigung an. Der Käufer sollte also vorab die Zinsen dafür berechnen, wobei ihm zahlreiche Rechner im Internet eine Hilfestellung geben, die zumindest einen groben Wert errechnen können. Sofern der Käufer dies im Vorfeld gemacht hat, kann er nämlich diesen Betrag auf den Verkaufspreis aufrechnen und damit den Kredit ablösen, ohne dass er durch die Vorfälligkeit weitere Schulden riskiert.

So lässt sich ein Kfw-Darlehen ablösen

Viele Kunden fragen sich, ob bei einem Kfw-Darlehen ebenfalls eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden muss, wenn dies vorzeitig getilgt wird. Denn grundsätzlich hat die Hausbank ein Recht darauf, eine Vorfälligkeitsentschädigung zu verlangen, falls ein Kredit vorzeitig gekündigt wird. Für Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw) gelten aber teilweise andere Regeln.

Der Grund: Es handelt sich hierbei um staatlich subventionierte Darlehen, die teils von der Bundesrepublik und teils von den Bundesländern getragen werden. Allerdings vergibt die KfW keine eigenen Darlehen, sondern erledigt dies über andere Banken.

Baufinanzierungen erfreuen sich besonderer Beliebtheit bei der KfW, weshalb auch viele Vermittler von Baufinanzierungen gern mit Geldinstituten zusammen arbeiten, welche KfW-Darlehen in ihrem Portfolio haben. Grundsätzlich stehen die Chancen darauf, ein KfW-Darlehen vorzeitig abzulösen, sehr gut. Diese Kredite werden nämlich oft nicht nur zu deutlich besseren Konditionen ausgegeben, sondern können auch monatlich gekündigt werden.

Der Grund dafür liegt darin, das die KfW ihren Kunden eine kostenfreie Sondertilgung bietet. Der Darlehensnehmer kann den Vertrag also teilweise oder sogar ganz jederzeit vorzeitig kündigen. Vorzeitig kündigen kann der Schuldner sein KfW-Darlehen also auch, wenn er einen Mindestbetrag von 1.000 Euro bezahlt. Allerdings gilt die Option darauf, dass der Kredit jederzeit abgelöst werden kann, meist nur innerhalb der ersten Zinsbindungsfrist.

Darauf sollten Kreditnehmer achten

Kreditnehmer sollten in jedem Fall darauf achten, die Vorfälligkeitsentschädigung einzukalkulieren, bevor sie einen Kredit kündigen. Sie sollten also ausrechnen, ob der Vorteil, den sie durch die niedrigeren Zinsen beim neuen Darlehen auch tatsächlich größer ist, als die Vorfälligkeitsentschädigung, die sie zahlen müssen. Sollte das nicht der Fall sein, macht es für den Kreditnehmer nämlich wirtschaftlich gesehen keinen Sinn, einen bestehenden Kredit vorzeitig zu kündigen. Außerdem sollten die Kreditnehmer darauf achten, ob das Geldinstitut die Berechnung tatsächlich transparent und nachvollziehbar gestaltet hat.