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Zypern ist gerettet – Die Krise geht weiter


In den vergangenen Tagen war die wirtschaftliche Situation Zyperns in aller Munde und bereitete nicht nur den Zyprioten selbst Kummer. Die Staatspleite stand kurz bevor und gewissermaßen erst in letzter Sekunde konnte die Rettung Zyperns verkündet werden. Die Banken wurden geschlossen, die Zyprioten erhielten kein Bargeld mehr und eine Rettung war zunächst nicht in Sicht. „Kurier.at“ berichtete nun, dass in der Nacht zum Montag (25. März 2013) endlich eine akzeptable Lösung gefunden wurde.

Das Hilfspaket für Zypern

Zypern ist auf finanzielle Hilfen angewiesen, aber noch letzte Woche war nicht klar, ob der Inselstaat diese auch erhalten würde. Die EU forderte eine Eigenbeteiligung Zyperns in Höhe von 5,8 Milliarden Euro und war im Gegenzug bereit, die restlichen 10 Milliarden Euro beizusteuern. Hieran drohte die Rettung Zyperns zu scheitern, denn dieser Plan stieß in Zypern auf Ablehnung. Das neue Hilfspaket, das in praktisch letzter Minute auf den Weg gebracht wurde, stimmte den Präsident Zyperns Nikos Anastasiades zuversichtlich. Laut „kurier.at“ räumte er ein, dass die erforderlichen Maßnahmen zwar schmerzhaft seien, Zypern aber wieder auf die Beine kommen werde.

Vom Internationalen Währungsfonds sowie aus dem Euro-Rettungsschirm soll Zypern bis zu 10 Milliarden Euro erhalten. Darüber hinaus wird die Europäische Zentralbank Zypern nicht den Geldhahn zudrehen und weiterhin Notkredite im Rahmen der sogenannten „Emergency Liquid Assistance“ bereithalten. Zypern muss im Gegenzug einige Zugeständnisse machen, Sparmaßnahmen einleiten und ein Reformprogramm vorlegen. Positiv für die Zyprioten dürfte vor allem die Tatsache sein, dass Kleinsparer von einer Zwangsabgabe verschont bleiben. Dem Bericht von „kurier.at“ zufolge, sollen Einlagen, die 100.000 Euro nicht übersteigen, nach wie vor sicher sein.

Zypern-Krise ist nicht ausgestanden

Obgleich die Zypern-Rettung dank des neuen Hilfspakets vorerst gelungen ist, geht die Krise weiter. Strenge Sparmaßnahmen, verschiedene Reformen und eine Umstrukturierung einiger Banken werden für einige Veränderungen in Zypern sorgen. Angesichts der Tatsache, dass Kartenzahlungen in Zypern nach wie vor noch nicht wieder möglich sind und die Banken „salzburg.com“ zufolge erst am Donnerstag wieder öffnen sollen, zeigt sich, dass die Zypern-Krise längst noch nicht ausgestanden ist.