You are here: Home » News » Zypern in der Krise

Zypern in der Krise


Die Krise ist zwar seit der Pleite der US-amerikanischen Bank Lehman Brothers im Jahr 2008 allgegenwärtig, doch aktuell erweist sich die Lage vor allem in der Europäischen Union als sehr brisant. Momentan ist ohne Frage der kleine Inselstaat Zypern das Sorgenkind und beschäftigt die Politik. Einem Bericht von „format.at“ zufolge, sei insbesondere das große Bankensystem Zyperns für die gegenwärtige Situation verantwortlich. Der aufgeblähte Bankensektor in Kombination mit einem hohen Zinsniveau hat dazu geführt, dass Zypern nun der Bankrott droht.

Zypern lehnt Euro-Rettungspaket ab

Dass Zypern auf Hilfe von außen angewiesen ist, steht außer Frage. Die zypriotischen Banken sollen noch bis zum kommenden Dienstag geschlossen bleiben und eine Lösung für das schwerwiegende Problem Zyperns ist bislang noch nicht gefunden. Insgesamt rund 15 Milliarden Euro benötige das Land aktuellen Berichten zufolge. Das zypriotische Parlament hat sich allerdings gegen das EU-Rettungspaket ausgesprochen.

Die Ablehnung des Euro-Rettungspakets liegt an der geforderten Selbstbeteiligung in Höhe von 5,8 Milliarden Euro. Hierzu sollte das Sparguthaben der Zyprioten mit einer Zwangsabgabe belegt werden, wie „kurier.at“ meldet. Diese Aussicht sorgte für eine panische Reaktion in der Bevölkerung, so dass die Banken vorerst geschlossen bleiben. Am kommenden Dienstag sollen die zypriotischen Banken wieder öffnen, wobei die Kunden nur eingeschränkt über ihr Geld verfügen können. Auf diese Art und Weise soll ein Run auf die Banken verhindert werden. Dass das zypriotische Parlament das Rettungspaket der EU abgelehnt hat, sorgte für Freude und Erleichterung. Allerdings stellt sich nun die Frage, wie es in der Zypern-Krise weitergeht.

Zypern sucht nach Lösungen

Auf „derstandard.at“ ist zu lesen, dass Zypern gegenwärtig nach alternativen Lösungen sucht. Gespräche mit Russland sollen bislang keine Ergebnisse gebracht haben. Nun will Zyperns Präsident Nikos Anastasiades einen Plan-B vorschlagen und dem Parlament präsentieren. „Web.de“ berichtet, dass sich die Regierung Zyperns dazu entschlossen habe, einen Fonds ins Leben zu rufen, um die notwendigen Gelder zur Abwendung des Staatsbankrotts zusammenzutragen. Nachdem die Europäische Zentralbank laut „web.de“ mitgeteilt hatte, dass sie ihre Hilfen nur noch bis zum 25. März 2013 für Zyperns Banken bereitstellen wolle, sofern kein Rettungsplan vorläge, besteht nun wieder Hoffnung.