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Zunächst kein Kredit für die Ukraine


Nicht nur Verbraucher, sondern auch einzelne Staaten brauchen hin und wieder einmal einen Kredit und sind somit auf Fremdkapital angewiesen. Aktuellen Medienberichten zufolge ergeht es momentan der Ukraine so. Insbesondere die offenen Rechnungen bei dem russischen Gaslieferanten Gazprom setzen die Ukraine gegenwärtig unter Druck, denn falls diese nicht zeitnah beglichen werden, könnte die unlängst erzielte Einigung zwischen der Ukraine und Russland platzen. Trotz politischer Spannungen war es gelungen, die Gaslieferungen aus Russland für den bevorstehenden Winter zu vereinbaren. Wie auf „handelsblatt.com“ zu lesen ist, knüpft Russland die reibungslose Gaslieferung aber an die Begleichung der noch offenen Kredite.

Um den kommenden Winter zu überstehen und keine massiven Probleme bei der Gas-Versorgung zu erleiden, ist es daher von großer Wichtigkeit, dass die Ukraine den Forderungen nachkommt. Um dies bewerkstelligen zu können, benötigt das Land jedoch einen Kredit.

IWF verschiebt Kreditauszahlung

Auf „deutsche-wirtschafts-nachrichten.de“ ist zu lesen, dass sich der IWF dazu entschlossen habe, vorerst keine weiteren Kredite an die Ukraine auszuzahlen. So wurde eine Auszahlung in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar auf das Jahr 2015 verschoben. Dem Bericht zufolge zeigt sich die Europäische Union rücksichtsvoller. Die EU hat eine Anfrage der Ukraine nach Kredithilfen von zwei Milliarden Euro nicht kategorisch abgelehnt, sondern nimmt zunächst in Zusammenarbeit mit dem IWF und der ukrainischen Regierung eine umfassende Bewertung vor.

Laut „deutsche-wirtschafts-nachrichten.de“ dürfte das Verhalten der EU die Ukraine durchaus zuversichtlich stimmen, denn demnach bereite die Europäische Union die Überweisung bereits vor. Dem Bericht nach verfügt die Ukraine zwar selbst über ausreichende Reserven, um den aus dem Ausland kommenden Forderungen bis zum Januar 2015 nachzukommen, doch dies würde wohl die Devisen- und Goldreserven des Landes belasten. Aktuell gilt es somit, eine angemessene Lösung zu finden, um zunächst die offenen Gas-Rechnungen bei Gazprom in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar bis zum Ende des Jahres 2014 zu begleichen.