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Umstrukturierung bei der österreichischen Raiffeisen-Gruppe


Die Raiffeisen gehört in Österreich zu den bedeutendsten Banken und verfügt hier über eine große Reichweite, denn wie „diepresse.com“ berichtet, verfügt sie im Bankengeschäft über einen Marktanteil von über 30 Prozent. Nichtsdestotrotz sind die Zeiten momentan recht schwierig. So schreibt „diepresse.com“, dass die zur Raiffeisen-Gruppe gehörende Uniqa-Versicherung einen Kapitalbedarf in Höhe von 700 bis 800 Millionen habe und diesen mittels einer Aktienausgabe decken wolle. Der Chef der Uniqa setze auf Wachstum und zeigte sich optimistisch, durch die Kapitalerhöhung an der Wiener Börse eine entsprechende Absicherung schaffen zu können.

Raiffeisen strukturiert um

Die Raiffeisen Zentralbank steht an der Spitze der Raiffeisenbanken in Österreich und musste unlängst einen deutlichen Rückschlag verkraften. Einem Bericht von „diepresse.com“ zufolge lag der Nettogewinn des Instituts in den ersten sechs Monaten 2013 bei 248 Millionen Euro und habe sich demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halbiert. Die RBI, dessen größter Anteilseigner die RZB mit mehr als 78 Prozent ist, musste sogar einen Rückgang des Gewinns um über 60 Prozent hinnehmen.

Angesichts dieser schwierigen Lage ergreift die Raiffeisen Umstrukturierungs-Maßnahmen. Hierzu gehört unter anderem ein strenger Sparkurs, in dessen Rahmen die Raiffeisen-Gruppe verschiedene Töchter abstößt. So hat es laut „diepresse.com“ unter anderem die britische NÖM, Epamedia und die Anteile der RLB NÖ-Wien an der ungarischen RBI-Tochter getroffen. Auf diese Art und Weise sollen Verlustgeschäfte minimiert werden. Außerdem berichtet „diepresse.com“, dass die Raiffeisen unter anderem Anteile der Bausparkasse und Wohnbaubank von den Landesbanken übernommen habe.

Die Umstrukturierung der österreichischen Raiffeisen zieht folglich weite Kreise und bedeutet einen deutlichen Umbau der Bankengruppe. Sinn und Zweck der Umstrukturierung ist vor allem die Tilgung der Staatshilfe in Höhe von 1,75 Milliarden Euro, die der Raiffeisen während der Finanzkrise zuteilwurde. Die Raiffeisen Österreich will somit dem Vorbild der Erste Bank folgen, die die Rückgabe der Staatshilfen bereits vollständig bewerkstelligen konnte.