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Studenten in China entdecken Online-Kredite für sich


Obgleich Studierende in Österreich und China viele Kilometer trennen, haben sie im Alltag mit ganz ähnlichen Problemen zu kämpfen. So gehören Geldsorgen weltweit zu den gängigsten Schwierigkeiten, mit denen Studierende zu kämpfen haben. Nicht jeder Student kann von seiner Familie in dem Umfang finanziell unterstützt werden, dass sämtliche finanziellen Hürden kein Thema mehr sind. Hohe Lebenshaltungskosten in den Uni-Städten, zum Teil hohe Studiengebühren sowie regelmäßige Ausgaben für Fachliteratur und Arbeitsmaterialien betreffen daher Studenten auf der ganzen Welt. Damit das Studium nicht an den mitunter zu knappen finanziellen Mitteln scheitert, liegt es nahe, einen Kredit aufzunehmen.

Aktuell ist unter anderem auf „german.china.org.cn“ zu lesen, dass immer mehr chinesische Studenten Online-Kredite für sich entdecken. Wer nun aber glaubt, diese würden als Studienfinanzierungen dienen, täuscht sich gewaltig. Studenten aus China verwenden Online-Kredite vor allem für Urlaube sowie zum Einkaufen. Es geht ihnen somit darum, sich neben dem Studium einen gewissen Luxus leisten zu können. Digitale Produkte stehen dabei ebenfalls hoch im Kurs.

Dass nicht alle chinesischen Studenten bei der Kreditaufnahme nur ihr persönliches Vergnügen im Kopf haben und viele durchaus auch an die Zukunft denken, zeigt die Tatsache, dass der Online-Kredit zum Teil ebenfalls als Anschubfinanzierung für die eigene Karriere genutzt wird. All dies hat laut „german.china.org.cn“ eine Umfrage der China University Medien Union, kurz CUMU, ergeben.

Über 100 Finanzdienstleister sind in China im Bereich der Kredite für Studenten aktiv und halten so manches verlockende Angebot bereit. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass ein großer Teil der chinesischen Studenten bereits einen Kredit beantragt hat. Der CUMU-Umfrage zufolge lag das beantragte Kreditvolumen bei knapp 41 Prozent unter 1.000 Yuan. Weitere 40 Prozent haben Online-Kredite in Höhe von jeweils 1.000 bis 2.000 Yuan aufgenommen, was umgerechnet rund 140 bis 280 Euro entspricht. Lediglich rund 5 Prozent gaben an, sich bereits mehr als 5.000 Yuan und folglich über 700 Euro geliehen zu haben.