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Sparvereine erhalten Kündigung von der Bawag P.S.K.


Die österreichische Bawag P.S.K. sorgt mal wieder für Schlagzeilen, doch leider handelt es sich um keine positiven Nachrichten. Stattdessen ruft die aktuelle Vorgehensweise bei vielen Konsumenten Empörung hervor. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Bawag P.S.K. ihren insgesamt 1.300 Sparvereinen nun gekündigt hat. Dies weiß unter anderem „derstandard.at“ zu berichten.

Zum 30. September 2016 soll die Kündigung in Kraft treten, wobei eine Beendigung des Sparbetriebs bereits zum 30. Juni erforderlich sei. Auf „nachrichten.at“ ist zu lesen, dass das Institut diesen Schritt damit begründet, dass von Gesetzes wegen neue Meldepflichten bestünden. Dass dies bei den Sparvereinen für Verärgerung sorgt, ist nicht weiter verwunderlich. Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass einige Vereine in den vergangenen Monaten große Anstrengungen unternommen hatten, der Gesetzeslage gerecht zu werden. So ist auf „nachrichten.at“ zu lesen, dass beispielsweise der Linzer Sparverein SK Admira unter Berücksichtigung der strengen Geldwäscherichtlinien für jeden Sparer ein separates Stammdatenblatt angelegt hat. Nun zeigte sich, dass diese Bemühungen vergebens waren. Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass der österreichische Gesetzgeber nachbessern und für bessere Bedingungen für Sparvereinskonten sorgen wollte, stößt die Vorgehensweise der Bawag P.S.K. auf Unverständnis.

Dass Sparvereine bei der Bawag P.S.K. nicht mehr willkommen sind, ist nun mehr als deutlich geworden. Diese werden sich nun andere Partner suchen müssen. Glücklicherweise folgen andere Institute nicht dem Beispiel der Bawag, denn wie aus dem Bericht auf „nachrichten.at“ hervorgeht, wollen die Raiffeisenbanken und Sparkassen diesbezüglich nichts ändern. Die rund 15.000 Sparvereine, die bei den österreichischen Raiffeisenbanken und Sparkassen sind, müssen sich folglich keine Sorgen machen und werden sich wohl auch keinen neuen Bankpartner suchen müssen. Die Zahl der Sparvereine dürfte bei den genannten Instituten vielmehr deutlich steigen, schließlich werden in den kommenden Monaten 1.300 Sparvereine gewissermaßen heimatlos.