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SEPA-Umstellung kommt erst am 1. August 2014


Im Rahmen der SEPA-Umstellung soll ein einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum geschaffen werden, wodurch der bargeldlose Zahlungsverkehr vereinfacht werden soll. Zugleich soll ein einheitlicher Standard für den gesamten Euro-Raum etabliert werden. Ursprünglich sollte die SEPA-Umstellung am 1. Februar 2014 stattfinden. Dieser Prozess befand sich gegenwärtig also mehr oder weniger in der heißen Phase. Wie unter anderem auf „wirtschaftsblatt.at“ zu lesen ist, kommt es nun aber doch anders. Mario Draghi fordert zwar eine rasche Umsetzung der SEPA-Umstellung, die EU-Kommission soll sich allerdings für eine Fristverlängerung entschieden haben. Demzufolge sollen IBAN und BIC erst ab dem 1. August 2014 Pflicht werden.

Schonfrist für nationale Zahlungssysteme

Während Luxemburg, Finnland, Slowenien und die Slowakei hinsichtlich der SEPA-Umstellung bereits recht weit sind, sieht dies in vielen anderen Ländern ganz anders aus. Um nicht den europäischen Zahlungsverkehr lahmzulegen, hat die EU-Kommission beschlossen, dass das SEPA-Zahlungssystem erst sechs Monate später kommen soll. Auf diese Art und Weise haben Vereine und Unternehmen noch etwas Zeit, sich umzustellen.

Obwohl die SEPA-Umstellung immer wieder Thema in den Medien ist, wissen viele Verbraucher nicht, dass für sie ohnehin andere Fristen gelten. Privatpersonen müssen selbst ab dem 1. August noch nicht zwingend auf IBAN und BIC zurückgreifen, denn als Verbraucher können sie noch bis Ende Januar 2016 die alten Bankleitzahlen und Kontonummern verwenden. Dies gilt allerdings nur für nationale Zahlungen, wer beispielsweise Geld auf ein ausländisches Konto innerhalb des Euro-Raums überweisen möchte, muss sich natürlich schon vorher mit SEPA anfreunden.

Insgesamt 33 Staaten bilden gemeinsam den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum und haben sich auf SEPA geeinigt, wodurch in der Tat ein einheitlicher bargeldloser Zahlungsverkehr innerhalb des Euro-Raums zustande kommt. Dass SEPA die Zukunft des europäischen Zahlungsverkehrs ist, steht nach wie vor fest, allerdings verlief die Umstellung in einigen Staaten recht langsam, weshalb die EU-Kommission diese auf den 1. August 2014 verschoben hat.