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Schuldenfalle Prepaid-Kreditkarten


Nicht wenige Verbraucher nehmen davon Abstand, sich eine Kreditkarte zuzulegen, da sie die Überziehungsmöglichkeit nicht in Anspruch nehmen und das damit verbundene Verschuldungsrisiko nicht eingehen wollen. Auf Reisen, beim Online-Shopping sowie in vielen anderen Lebenslagen erweisen sich Kreditkarten als Zahlungsmittel allerdings als überaus praktisch. Eine Prepaid-Kreditkarte, die als Kreditkarte auf Guthabenbasis daherkommt, erscheint dann als perfekte Lösung. Der Inhaber kann bequem mit der Kreditkarte zahlen, ohne fürchten zu müssen, seine finanziellen Möglichkeiten zu überschreiten.

Verbraucherschützer fordern Klarheit bei Prepoaid-Kreditkarten

Herausgeber von Prepaid-Kreditkarten heben die Vorteile natürlich gerne hervor und werben unter anderem mit einer absoluten Kostenkontrolle. In der Theorie mag dies zutreffen, doch in der Praxis kann sich auch eine Prepaid-Kreditkarte als Schuldenfalle entpuppen. Wer sorglos mit dieser umgeht und glaubt, die Zahlfunktion sei nur gewährleistet, solange ausreichend Guthaben vorhanden ist, täuscht sich mitunter gewaltig. Laut „wz-newsline.de“ bemängelt dies aktuell die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und geht konkret gegen die Hamburger Sparkasse vor.

Im Kleingedruckten des Vertrags für Prepaid-Kreditkarten der Hamburger Sparkasse ist zu lesen, dass das angegebene Verrechnungskonto, zumeist das Girokonto des Kreditkarteninhabers, mit Verfügungen belastet wird, die das Guthaben überschreiten. Bei der Verwendung von solchen Prepaid-Kreditkarten ist somit Vorsicht geboten, denn obwohl die Herausgeber mit einer vollen Kostenkontrolle werben, ist diese nicht zwingend gegeben. Wer darauf vertraut, dass das Budget nicht überschritten werden kann, erlebt bei der Kreditkartenabrechnung möglicherweise eine böse Überraschung.

Viele Verbraucher statten ihren Nachwuchs auf Reisen mit einer Prepaid-Kreditkarte aus. Diese wird im Vorfeld mit Guthaben versorgt und soll dann beispielsweise während der Klassenfahrt sicherstellen, dass das Kind ausreichend Geld zur Verfügung hat. Geht dieses aber unbedacht mit der Prepaid-Kreditkarte um, kann dies die Eltern später teuer zu stehen kommen. Aus diesem Grund rufen Verbraucherschützer dazu auf, die Bedingungen von Prepaid-Kreditkarten genauestens zu studieren und sich nicht ausschließlich auf die Werbeversprechen zu verlassen.