You are here: Home » News » Referendum in Griechenland – Griechen stimmen mit Nein

Referendum in Griechenland – Griechen stimmen mit Nein


Am gestrigen Sonntag, den 5. Juli 2015, waren die Griechen aufgerufen, im Rahmen eines Referendums über die Annahme der Forderungen der Gläubiger zu entscheiden. Nachdem die Regierung bei den Verhandlungen mit den Geldgebern kein Ergebnis erzielen konnte und diese mit der Ankündigung des Referendums vor den Kopf stieß, schaute die Welt nun gespannt nach Griechenland. Wie auf „rp-online.de“ zu lesen ist, fiel das Ergebnis deutlich aus, denn mehr als 60 Prozent der Griechen sollen der Empfehlung ihrer Regierung gefolgt sein und für Oxi, also Nein, gestimmt haben.

Wie dem Bericht zu entnehmen ist, entfallen dem offiziellen Endergebnis zufolge 61,31 Prozent der Stimmen auf Nein, so dass sich die deutliche Mehrheit der griechischen Wähler gegen die strenge Sparpolitik ausgesprochen hat. Das Regierungslager zeigte sich in Feierlaune.

Finanzminister Varoufakis verkündet Rücktritt

Vor dem Referendum gab der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis bekannt, dass er zurücktreten werde, falls das Volk für Ja stimmen werde. Bekanntlich ist die Abstimmung anders ausgefallen, denn die Mehrheit hat mit Nein gestimmt. Wie nun unter anderem auf „sueddeutsche.de“ berichtet wird, stellt Varoufakis sein Amt dennoch zur Verfügung. Bislang vertrat er die Interessen der Griechen in den Verhandlungen, doch damit ist jetzt Schluss. Auch wenn dies auf den ersten Blick überraschend scheint, befürworten Experten diesen Schritt.

Um neue Verhandlungen mit einer Erfolgsaussicht zu ermöglichen, räumt Yanis Varoufakis seinen Platz. Sein Nachfolger wird dann die Verhandlungen mit seinen Kollegen aus der Eurozone wieder aufnehmen und dabei viel Fingerspitzengefühl beweisen müssen. Das Ergebnis des Referendums konnte vielleicht die Position der griechischen Regierung stärken, schwierig und heikel werden die neuen Gespräche mit den Gläubigern aber auf jeden Fall werden. Darauf stellt sich auch die EU ein, die nun reagieren muss. Laut „spiegel.de“ sollen Krisengespräche zu einem europäischen Konsens führen, schließlich müssen die EU-Mitglieder eine gemeinsame Haltung finden.