You are here: Home » News » Raiffeisen Bank International in der Krise

Raiffeisen Bank International in der Krise


Die österreichische Bankenwirtschaft macht gegenwärtig eine schwierige Zeit durch. Insbesondere die Hypo Alpe Adria hat in den vergangenen Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt und beschäftigt Politik und Finanzbranche nach wie vor. Besonders besorgniserregend ist allerdings auch die Lage der Raiffeisen. Einem aktuellen Bericht auf „wirtschaftsblatt.at“ zufolge zeigt die RBI abgesehen von den fünf Krisen-Instituten in Spanien, Griechenland und Italien die schlechteste Performance. Dass die Raiffeisen Bank International in einer massiven Krise steckt, lässt sich somit nicht leugnen.

RBI erlebt deutlichen Gewinn-Rückgang

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2013 konnte die Raiffeisen Bank International lediglich einen Gewinn von 411 Millionen Euro erwirtschaften. Wie „wirtschaftsblatt.at“ berichtet, lag der Gewinn im Vorjahreszeitraum um 51,2 Prozent höher bei 821 Millionen Euro. In Anbetracht des erheblichen Gewinn-Rückgangs fiel die Aktie, so dass der Börsenwert der RBI momentan bei nur noch 5,358 Milliarden Euro liegt. Die Raiffeisen hat bereits reagiert und unter anderem Einsparungen in Höhe von insgesamt 450 Millionen Euro bis zum Jahr 2016 geplant. Weiterhin wurden 1.300 Stellen gestrichen.

Ausschlaggebend für die angespannte Lage der Raiffeisen Bank International sind allerdings die sogenannten faulen Kredite. Auf „wienerzeitung.at“ ist zu lesen, dass das Volumen notleidender Kredite von Nichtbanken bei der RBI erheblich gestiegen ist. Im dritten Quartal 2013 sollen diese um sage und schreibe 340 Millionen Euro gestiegen sein und sich nun auf nahezu 8,5 Milliarden Euro belaufen. Der Anteil der faulen Kredite am Kreditbestand der Raiffeisen Bank International liegt somit mittlerweile bei 10,3 statt 10,0 Prozent.

Angesichts der hohen Zahl notleidender Kredite im Bestand der Raiffeisen Bank International ist eine stärkere Risikovorsorge unausweichlich. Während im dritten Quartal 2012 noch Risikovorsorgen in Höhe von 224 Millionen Euro ausreichten, waren im dritten Quartal 2013 330 Millionen Euro nötig. Von Januar bis September 2013 musste die RBI ihre Risikovorsorgen laut „wirtschaftsblatt.at“ von 623 Millionen Euro auf 800 Millionen Euro aufstocken.