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Portugal plant vorzeitige Rückzahlung des IWF-Kredits


Aktuell beherrschen vor allem Hiobsbotschaften aus Griechenland die Nachrichten und sorgen für eine angespannte Stimmung in der Europäischen Union. Der Weg zu dringend erforderlichen Reformen scheint noch lang zu sein, so dass ein etwaiger Ausstieg Griechenlands aus dem Euro, kurz Grexit, immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. Während einige Experten darin eine Chance für den Euroraum sehen würden, fürchten andere eine Ansteckungsgefahr und ein damit verbundenes Auseinanderbrechen des Euros. Im Zuge dessen wird unter anderem auch Portugal immer wieder erwähnt, denn das Land stand vor einigen Jahren ebenfalls kurz vor der Pleite und hat daher umfangreiche Hilfen von der EU sowie dem IWF erhalten.

Portugal erholt sich langsam von der Krise

2011 startete das Hilfsprogramm für Portugal, durch das dem Land 78 Milliarden Euro vom Internationalen Währungsfonds sowie der Europäischen Union zur Verfügung gestellt wurde, wie „finanznachrichten.de“ zu berichten weiß. Mittlerweile wurde das Programm beendet, was der zunehmenden Stabilisierung in Portugal nicht geschadet hat. Die Regierung in Lissabon kann dahingegen vermelden, dass sich die Situation an den Kapitalmärkten merklich entspannt hat und die dortigen Zinssätze für Anleihen mittlerweile unter den Zinsen liegen, die für die IWF-Kredite fällig sind.

Laut „finanznachrichten.de“ meldete sich nun die portugiesische Finanzministerin Maria Luis Albuquerque zu Wort und wies darauf hin, dass Portugal seiner Zahlungsverpflichtung gegenüber dem IWF nicht nur fristgerecht nachkommen wird, sondern den Kredit teilweise vorzeitig tilgen will. So soll die vorgezogene Rückzahlung an den Internationalen Währungsfonds rund zwei Milliarden Euro betragen und für eine deutliche Zinsersparnis sorgen. Portugal hebt sich auf diese Art und Weise deutlich von Griechenland ab, denn während die Griechen die Tilgung von Krediten eher hinauszögern und auf weitere Gelder setzen, haben sich die Portugiesen auf eine vorzeitige Erstattung eines IWF-Kredits verständigt. Die aktuelle Lage Portugals zeigt somit, dass die Hilfsmaßnahmen gefruchtet haben und sich das Land nun auf einem guten Weg befindet.