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Österreichische Start-up-Finanzierung bedarf einer Umstrukturierung


Dass selbständig Erwerbstätige und Unternehmer die zentrale Säule der gesamten Wirtschaft sind und diese zum größten Teil tragen, steht im Allgemeinen außer Frage. Demnach liegt es auf der Hand, dass Start-ups und mutige Gründer die Basis für die wirtschaftliche Zukunft eines Landes sind und daher auch eine angemessene Förderung erhalten sollten. Wenn Existenzgründer eine Chance haben, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, kann sich die Wirtschaft für die Zukunft rüsten. In diesem Zusammenhang bedarf es allerdings geeigneter Finanzierungen, denn für gewöhnlich sind Gründer auf Fremdkapital angewiesen und können ihren Betrieb nicht vollständig aus eigenen Mitteln aufbauen.

Start-ups haben oftmals Probleme bei der Finanzierung

Kredite sind für nahezu jedes Unternehmen von großer Bedeutung und dienen unter anderem zur Finanzierung von Investitionen, Erweiterungen oder auch Betriebsmitteln. Mit ausreichend Fremdkapital im Rücken können Unternehmen adäquat wirtschaften. Existenzgründer müssen zunächst einmal höhere Anfangsinvestitionen tätigen und brauchen zudem gewisse Rücklagen, um die oftmals schwierige Anfangszeit ihres Start-ups bewältigen zu können. Nicht selten bedarf es zunächst auch noch einiger Vorarbeit wie beispielsweise der Produktentwicklung, bevor das Unternehmen seinen Geschäftsbetrieb aufnehmen kann. Angesichts dieser Situation erscheint es logisch, dass für eine solide Existenzgründung Kredite benötigt werden.

In der Theorie ist all das einleuchtend und absolut logisch, in der Praxis ergeben sich diesbezüglich allerdings oftmals große Probleme. Österreichische Gründer haben laut „wirtschaftsblatt.at“ häufig Schwierigkeiten, die benötigte Start-up-Finanzierung zu erhalten. Willibald Cernko (Chef von Bank-Austria) begründet die diffizile Situation, „wirtschaftsblatt.at“ zufolge, mit den strengen Bedingungen, die mit Basel III einhergehen. Demnach könnten Banken Start-up-Finanzierungen häufig nicht übernehmen. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass alternative Finanzierungsformen wie das Crowdfunding oder Privatkredite stärker in den Fokus rücken und den klassischen Bankkrediten Konkurrenz machen.

Wie auf „wirtschaftsblatt.at“ zu lesen ist, verfügen Stiftungen in Österreich über ungenutzte Gelder in Milliardenhöhe. Eine Umstrukturierung der Start-up-Finanzierung könnte es Existenzgründern in Österreich erheblich erleichtern.