You are here: Home » News » Österreicher sparen immer weniger

Österreicher sparen immer weniger


In den Medien wird immer wieder von einem extrem niedrigen Zinsniveau berichtet, während Negativzinsen dem Finanzwesen zu schaffen machen. Dass sich in solchen Zeiten das Sparen nicht wirklich lohnt, ist wohl abzusehen. Wie auf „news.at“ zu lesen ist, hat sich das Sparverhalten der Österreicher dementsprechend bereits verändert, so dass immer weniger Menschen auf das gute alte Sparbuch zurückgreifen.

Der Bericht geht zudem auf eine Umfrage der Erste Bank ein, die die nachlassende Sparfreude der Österreicher verdeutlicht. Im vergangenen Jahr ergab die Umfrage noch, dass die Konsumenten durchschnittlich 6.200 Euro in den kommenden Monaten sparen möchten. Mittlerweile ist der Sparwille deutlich gesunken, denn der Erste-Bank-Umfrage zufolge wollen die österreichischen Bankkunden in den nächsten Monaten nur noch durchschnittlich 4.500 Euro sparen, was einem Rückgang von immerhin 27 Prozent entspricht.

Sparbuch nach wie vor beliebteste Anlageform

Obwohl die Österreicher weniger sparen, ist das Sparbuch nach wie vor die gefragteste Form der Geldanlage. Nichtsdestotrotz hat das Sparbuch der Erste-Bank-Umfrage zufolge ein Prozent verloren. Im Gegensatz dazu konnten Bausparverträge um zwei Prozent auf 57 Prozent zulegen. Ein Zuwachs von jeweils sechs Prozent konnte bei den Pensionsversicherungen und Lebensversicherungen verzeichnet werden. Auch Aktien haben als Anlage an Beliebtheit gewonnen.

Wie auf „news.at“ zu lesen ist, gaben 14 Prozent der Befragten an, dass sie für das kommende Jahr nicht planen, etwas zu sparen. Größere Anschaffungen rücken dahingegen vermehrt in den Fokus, wobei die große Mehrheit entsprechende Investitionen aus eigenen Mitteln bewerkstelligen will. Dass die geplante Darlehenshöhe 2014 noch bei durchschnittlich 77.200 Euro lag und nun im Jahr 2015 bei 58.700 Euro liegt, bestätigt diese Entwicklung. Laut „nachrichten.at“ betrachten die Österreicher die Wirtschaft ihres Landes eher pessimistisch und gehen zu einem Drittel von einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation aus. Lediglich 17 Prozent der Umfrageteilnehmer blicken positiv auf die künftige Entwicklung der heimischen Wirtschaft.