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Österreich muss für bauMax-Kredite Haftung übernehmen


Wie auf „kurier.at“ zu lesen ist, muss Österreich die Haftung für bauMax-Kredite in Höhe von sage und schreibe 72 Millionen Euro übernehmen. Die österreichische Baumarktkette bauMax befindet sich diversen Medienberichten zufolge in einer Krise und soll sich auf Investorensuche befinden. In Anbetracht der Haftung Österreichs für die Kredite des angeschlagenen Unternehmens muss gegebenenfalls der Steuerzahler im Falle einer Insolvenz hierfür geradestehen.

bauMax bestreitet Investorensuche

Auf „kurier.at“ ist zu lesen, dass bauMax die Spekulationen bezüglich einer Investorensuche bestreitet und deutlich zurückweist. Das Unternehmen bestätigte allerdings, dass es in den nächsten Wochen ein Treffen der Gläubiger mit den beteiligten Banken gebe werde. Andererseits heißt es, dass Adeo aus Frankreich und Kingfisher aus Großbritannien an der österreichischen Baumarktkette interessiert seien. Nachdem Kingfisher bei Hornbach ausgestiegen ist, wäre es durchaus möglich, dass sich die britische Heimwerkerkette nun nach neuen Investitionen umschaut.

Laut „kurier.at“ hat die Familie Essl bislang nicht die Absicht, sich von Anteilen an bauMax zu trennen. Das Unternehmen befände sich nicht auf der Suche nach Investoren, sondern führe gegenwärtig eine Restrukturierung durch. Sprecherin Monika Voglgruber soll dem Bericht zufolge eingeräumt haben, dass sich die Schuldensumme auf insgesamt rund eine Milliarde Euro belaufe. Immense Verluste soll das Unternehmen in den vergangenen Jahren erlitten haben. Die Tilgung der Darlehen soll in Absprache mit den involvierten Banken vorerst bis 2016 ausgesetzt worden sein.

Österreich haftet für Kredit von bauMax

Im Rahmen eines Gesetzes zur Liquiditätssicherung von Unternehmen aus dem Jahr 2009 übernahm Österreich die Haftung für Kredite, um so angeschlagenen Firmen durch die schwierige Zeit der Krise zu helfen. Nun ist diese gesetzliche Regelung laut „orf.at“ dafür verantwortlich, dass der Staat Haftung für bauMax-Kredite übernehmen muss. Dass dem so ist, bestätigte auch die Sprecherin des Unternehmens. Über die Höhe der Haftung machte sie allerdings keine Angaben, so dass die Haftungssumme von 72 Millionen Euro als Spekulation betrachtet werden muss.