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Niedrige Zinsen halten die Deutschen nicht vom Sparen ab


In Anbetracht der Tatsache, dass Sparer nur noch äußerst geringe und zum Teil sogar gar keine Zinsen mehr erhalten, erscheint das klassische Sparen als Auslaufmodell, das sich wohl nicht mehr lohnt. Vor allem die Tatsache, dass immer wieder von Strafzinsen für Sparguthaben die Rede ist, dürfte auf viele Verbraucher überaus abschreckend wirken. Umso erstaunlicher ist es, dass die Deutschen dennoch am Sparen festhalten und sich selbst von Nullzinsen nicht davon abhalten lassen, wie unter anderem „welt.de“ zu berichten weiß. Sage und schreibe zwei Drittel der Befragten sagten, dass das Sparen eine beruhigende Wirkung auf sie habe.

Deutschland gilt im Allgemeinen als Land der Sparer und wird diesem Ruf auch gegenwärtig gerecht, obwohl die niedrigen Zinsen keinen wirklichen Anreiz darstellen. Vielen Deutschen ist es einfach ein dringendes Bedürfnis, Geld für schlechte Zeiten beiseitezulegen und so für den Fall der Fälle vorzusorgen. Laut „welt.de“ hat auch die Zinsentwicklung der vergangenen Monate an dieser grundlegenden Einstellung nichts geändert. Dies belegt zudem auch die Tatsache, dass die Bundesbürger insgesamt über Bankeinlagen in Höhe von sage und schreibe 2,036 Billionen Euro verfügen.

Wie aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RaboDirect hervorgeht, spielt für mehr als 75 Prozent der Deutschen die konkrete Zinshöhe keine Rolle, wenn es um ihr Sparverhalten geht. Folglich wirkt sich der Nullzins, der sich vor allem aus dem Leitzins der EZB ergibt, fast gar nicht auf das Verhalten der Sparer aus. Statistische Erhebungen der Bundesbank liefern gewissermaßen eine Erklärung dafür, denn wie „welt.de“ zu berichten weiß, ändert sich das allgemeine Sparverhalten nur sehr langsam. Sollte die Niedrigzinsphase anhalten, dürften sich im Laufe der Zeit somit durchaus Veränderungen im allgemeinen Sparverhalten der Bundesbürger ergeben. Reaktionen auf mehr oder weniger kurzfriste Entwicklungen darf man somit nicht erwarten.