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Neues Sparpaket für Griechenland


In den vergangenen Monaten hat sich die aktuelle Berichterstattung zu einem großen Teil der Flüchtlingskrise gewidmet, so dass auf den Titelseiten nur wenig Platz für die griechische Finanzkrise blieb und diese zuweilen in Vergessenheit zu geraten drohte. Nun ist sie aber wieder Thema, denn unlängst verschärfte sich die Situation im Land mal wieder deutlich. Grund dafür war die Tatsache, dass Athen auf weitere Finanzhilfen angewiesen ist und hierfür weitere Auflagen erfüllen muss. Während das Volk schon jetzt unter den massiven Einschnitten ächzt, hat das Parlament in den vergangenen Tagen hitzige Diskussionen bezüglich weiterer Sparmaßnahmen geführt. Wie nun unter anderem auf „tagesschau.de“ zu lesen ist, soll es zu einer Einigung gekommen sein.

Die Regierung rund um Ministerpräsident Alexis Tsipras konnte sich schlussendlich eine knappe Mehrheit sichern und erhielt Berichten zufolge 153 von 300 Stimmen. So wurde das umstrittene neue Sparpaket beschlossen und soll nun den Weg ebnen für die dringend benötigten Finanzhilfen. Tsipras machte deutlich, dass Reformen dringend erforderlich seien, um unter anderem einen Zusammenbruch des Rentensystems zu verhindern. Die knappe Mehrheit der 300 Abgeordneten im griechischen Parlament stimmte für das Sparprogramm, das unter anderem Erhöhungen im Bereich der Steuer sowie Kürzungen bei der Rente vorsieht.

In Anbetracht der Tatsache, dass schon heute zahllose Griechen massiv unter der Staatsschuldenkrise leiden, ist es nicht verwunderlich, dass das neue Sparpaket zu Eskalationen führte. Die Lage vor dem Parlamentsgebäude in Athen soll „tagesschau.de“ zufolge zwischenzeitlich eskaliert sein, so dass sich die vor Ort befindlichen Polizisten gezwungen sahen, Tränengas gegen die aufgebrachten Protestanten einzusetzen.

Angesichts des bevorstehenden Treffens der Finanzminister des Euro-Raums werden die Forderungen lauter, Griechenland zu entlasten. Laut „zeit.de“ soll in Brüssel über etwaige Schuldenerleichterungen beraten werden. Zunächst steht aber eine Entscheidung hinsichtlich weiterer Finanzhilfen für das schuldengeplagte Land an.