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Kredit- & Sparzinsen – Wohin geht der Trend?


Die österreichische Zinsentwicklung im Vergleich von Spar- und Kreditzinsen zeigt sich im September 2013 außerordentlich freundlich. Wer sich ein wenig umschaut, kann für weniger Zinsen ein Hypothekendarlehen aufnehmen, als er auf dem Festgeldkonto an Rendite erhält. Die Banken dürften auf diese Weise teilweise mit Negativrenditen disponieren, um das Geld der Anleger einzusammeln, möglicherweise spekulieren sie auch auf steigende Zinsen, die Hypothekendarlehen mit variablem Zins alsbald im Zinssatz steigen lassen.

Kreditzinsen auf Sanierungs- und Hypothekendarlehen

Natürlich zeigt sich der Markt heuer wie stets uneinheitlich, doch am unteren Ende der Skala sind die Zinssätze für Sanierungs- und Hypothekendarlehen sehr deutlich abgesackt und bestätigen damit den Trend seit den Leitzinssenkungen der EZB im Jahr 2012. So vergibt die BAWAG P.S.K. ein variables Wohnbaubankdarlehen zur Sanierung schon ab 2,00% p.a., bei der Bank Austria sind es 2,50% (variabel) und bei der VKB-Bank fixe 2,625% p.a., wobei die Zinsbindung auf fünf Jahre gilt. Geradezu sensationell günstig werden Hypothekendarlehen vergeben, wiederum hält die BAWAG P.S.K. die Spitze mit variablen 1.50% p.a., gefolgt von der easybank.at mit 1.70% und der Bank Austria mit 1,75% p.a., jeweils variabel. Weiters sind auch Verbraucherdarlehen recht günstig zu haben, die Santander bietet sie ab 3,71% p.a. an, die BAWAG P.S.K. und die easybank.at für jeweils 3,90%. Das sind, wohlgemerkt, stets die jeweils günstigsten Konditionen (ermittelt via Top-Zins.at), die ein Kunde bei hoher Bonität und natürlich günstiger KSV-Auskunft erhalten kann.

Die Zinsen bei Sparanlagen in Österreich 2013

Wer etwas mehr Geld längerfristig (ab 60 Monate) bei der BigBank anlegt, erhält im Gegenzug 2,60% p.a. aufs Festgeld, bei der VakifBank sind es 2,375% und bei der DenizBank 2,25% p.a., wobei diese Banken der gesetzlichen Einlagensicherung in Österreich bis 100.000 Euro unterliegen. Damit ist bewiesen, dass heuer zu niedrigeren Zinsen finanziert als angelegt wird, was eine Folge der Euroschuldenkrise und gleichzeitig eine r optimistischen Grundhaltung der Banken ist. Denn die Hypothekenzinsen sind überwiegend variabel ausgelegt, sie könnten also die Festgeldanlagen in den nächsten Jahren im Zinssatz übersteigen. Auf kurz laufende Festgelder in geringer Höhe gibt es beileibe nicht so viel Zinsen, die Angebote sinken hier schnell auf 0,5 bis 1,7% p.a. Als wahrscheinliche Szenarien für das kommende Jahr gelten eine mögliche Inflation, wenn die Eurokrise nicht nachhaltig entschärft wird, oder eine Stagnation bei striktem Sparkurs der europäischen Volkswirtschaften unter den wachsamen Augen der EZB. Eines ist angesichts der Zinssituation in Österreich sicher: Investieren lohnt aktuell mehr als sparen.