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Italien wehrt sich gegen schlechtes Rating


Rating-Agenturen erfreuen sich oftmals nicht allzu großer Beliebtheit und sind vor allem im Zuge der Krise ungeliebte Instanzen geworden. Insbesondere für Banken und auch Staaten ist das vergebene Kredit-Rating oftmals ein Ärgernis, denn negative Werte bedeuten im Allgemeinen schlechtere Konditionen an den Finanzmärkten. Wie „deutsche-wirtschafts-nachrichten.de“ berichtet, bekam nun Italien dies zu spüren und erhielt ein schlechtes Kredit-Rating von Standard & Poor’s.

Italiener gehen schlechtes Rating vor

Die US-amerikanische Rating-Agentur Standard & Poor’s hatte im Jahr 2011 mehrere Abstufungen des italienischen Ratings vorgenommen. Der italienische Rechnungshof stellte nun heraus, dass der kulturelle und landschaftliche Reichtum des Landes hierbei unberücksichtigt geblieben sei. Allerdings beruhe die wirtschaftliche Kraft Italiens zu einem nicht unwesentlichen Anteil auf der reizvollen Landschaft, traditionsreichen Kunst und interessanten Geschichte. Demnach sei das Kredit-Rating unangemessen gewesen. Auf „deutsche-wirtschafts-nachrichten.de“ ist nun zu lesen, dass Italien rechtliche Schritte eingeleitet habe und Schadenersatz von etwa 234 Milliarden Euro fordere. So wolle der italienische Staat Wiedergutmachung für unter anderem die infolge des schlechten Kredit-Ratings stark gestiegenen Zinsen für Staatsanleihen erlangen. Daraufhin ergaben sich massive Schwierigkeiten.

Standard & Poor’s ist sich dahingegen keiner Schuld bewusst und weist die Vorwürfe von sich. Die Anschuldigungen seien haltlos und lächerlich, so zitiert „deutsche-wirtschafts-nachrichten.de“ die Aussagen der Rating-Agentur. Auch Moody’s und Fitch sehen den Fall so und befürchten keine weiteren Konsequenzen.

Detaillierte Informationen und Angaben soll es am 19. Februar 2014 geben. Gegebenenfalls wird ein Gericht darüber entscheiden, ob und inwiefern das Rating der Agenturen Italien geschadet und dessen Schuldenkrise noch weiter verschlimmert habe. Der italienische Rechnungshof geht dieser Frage bereits seit geraumer Zeit nach und zieht nun vor Gericht, um sich gegen die vermeintlich unangemessene Vorgehensweise verschiedener Rating-Agenturen zur Wehr zu setzen. Sollte Italien diesbezüglich Erfolg haben, könnten weitere Staaten diesem Beispiel folgen und Schadenersatz fordern.