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Immobilienfinanzierungen werden wieder teurer


In den vergangenen Monaten gab es Immobilienfinanzierung zu extrem günstigen Konditionen, was viele Verbraucher veranlasste, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Immobilien haben zudem an Popularität als Geldanlagen gewonnen. Das günstige Baugeld löste so einen regelrechten Boom in der Immobilien-Branche aus, der vielerorts mit steigenden Immobilienpreisen einherging. Beim Kredit konnte man somit kräftig sparen, während die Kaufpreise in die Höhe schnellten.

Fallende Kurse für Staatsanleihen verteuern das Baugeld

Auf „handelsblatt.com“ ist aktuell zu lesen, dass Baugeld mittlerweile wieder teurer wird und die Kosten für Immobilienfinanzierungen somit wieder anziehen. Zurückzuführen ist dies vor allem auf den Anleihenmarkt, der gegenwärtig einige Turbulenzen durchmacht. So können Experten momentan beobachten, dass europäische Staatsanleihen mit langen Laufzeiten fallende Kurse erleben. Gleichzeitig erfolgte ein starker Anstieg der Zinsen innerhalb weniger Tage.

Für Laien erschließt sich der Zusammenhang zwischen Staatsanleihen und Immobilienkrediten nicht auf den ersten Blick, so dass es zunächst nicht ersichtlich ist, warum diese direkten Einfluss auf das Baugeld ausüben. Anhand der Tatsache, dass die Banken Pfandbriefe zur Refinanzierung von Immobilienfinanzierungen nutzen und diese hinsichtlich der Verzinsung auch von den Bundesanleihen abhängen, ergibt sich eine Verbindung. Die steigenden Zinsen für Anleihen sorgen demnach auch für Verteuerungen im Bereich Baugeld.

Kreditnehmer, die eine große Zinswende befürchten, können sich allerdings dennoch beruhigen. Wie „handelsblatt.com“ unter Berufung auf einen Finanzexperten zu berichten weiß, kann aktuell keineswegs von einer Trendwende die Rede sein. Nichtsdestotrotz kann es durchaus sinnvoll sein, sich umfassend zu informieren und gegebenenfalls vorzusorgen. Dies kann beispielsweise durch den Abschluss eines Forward-Darlehens geschehen, denn auf diese Art und Weise lässt sich die Gefahr steigender Zinsen reduzieren, was für eine Anschlussfinanzierung durchaus von Vorteil sein kann. Um tatsächlich beurteilen zu können, ob man mit einem Forward-Darlehen eine gute Wahl trifft, müsste man allerdings die Zukunft vorhersagen können. Verbraucher sollten folglich Informationen sammeln, die Finanzmärkte beobachten und auf keinen Fall in Panik geraten.