You are here: Home » News » Immer mehr Österreicher wollen die Bank wechseln

Immer mehr Österreicher wollen die Bank wechseln


Die Zeiten, in denen man seiner Hausbank von der ersten Kontoeröffnung im Jugendalter bis zum Tod treu geblieben ist, scheinen längst vorbei zu sein, denn aktuellen Medienberichten zufolge wollen immer mehr Österreicher die Bank wechseln. Die lebenslange Loyalität der Bank gegenüber ist demnach passe und stellt die gesamte Branche vor vollkommen neue Herausforderungen. Früher galten Bankkunden als überaus treu, so dass die Institute den Bereich Kundenbindung zuweilen stiefmütterlich behandelt haben. Heutzutage rächt sich dies, denn immer mehr Konsumenten sind bereit, einen Bankwechsel vorzunehmen. Dies weiß „tt.com“ unter Berufung auf eine aktuelle Studie der Erste Bank zu berichten.

Für die Erste Bank-Studie sollen 1.000 Interviews geführt worden sein. Im Auftrag der Erste Bank sowie der Sparkassen hat „meinungsraum.at“ die Studie durchgeführt und im Zuge dessen herausgefunden, dass durchschnittlich 16 Prozent der Bankkunden die Hausbank wechseln wollen. Bei den Kunden von Erste und Sparkassen liegt dieser Wert dahingegen nur bei acht Prozent. Nichtsdestotrotz machte Thomas Uher als Erste-Vorstandschef unlängst deutlich, dass das Jahr 2016 für die Bankenwirtschaft in Österreich mit einigen Veränderungen einhergehen und die eine oder andere Schwierigkeit bereithalten werde.

Zahlreiche Faktoren fördern gegenwärtig die Bereitschaft, die Hausbank zu wechseln. Laut „kurier.at“ spielen die negativen Schlagzeilen in Zusammenhang mit Bank Austria, Bawag und den Volksbanken eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus sorgen die öffentlichen Debatten bezüglich der Einführung einer Bankomat-Gebühr für Verunsicherungen. Drohende Insolvenzen, ein massiver Filialabbau und steigende Gebühren sind somit dafür verantwortlich, dass immer mehr Österreicher bereit sind, die Bank zu wechseln. Die Institute setzt diese Situation noch mehr unter Druck, denn diese müssen nicht nur um neue Kunden, sondern auch um jeden einzelnen Bestandskunden kämpfen. Bislang ist die Erste Bank der klare Gewinner der Situation und konnte in den vergangenen Monaten zahlreiche Kunden-Neuzugänge verzeichnen. 2016 will die Gruppe so rund 100.000 Konsumenten neu für sich gewinnen.