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Hypo-Kredit ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft


Die Klagenfurter Staatsanwaltschaft befasst sich gegenwärtig mit dem Hypo-Kredit an die Alpine, denn wie unter anderem „salzburg24.at“ berichtet, besteht der Verdacht, dass die Kärntner Hypo, die im Zuge der Krise notverstaatlicht wurde, der Alpine Bau eine Überbrückungsfinanzierung in Höhe von mehr als 25 Millionen Euro gewährt hat. Grundsätzlich ist dies nicht verwerflich, allerdings soll die mittlerweile insolvente Alpine Bau bereits zum damaligen Zeitpunkt mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt haben. Folglich ist es fraglich, ob das Unternehmen überhaupt kreditwürdig war. Aus diesem Grund ist der Hypo-Kredit an die Alpine nun ein Fall für die Staatsanwaltschaft in Klagenfurt.

Anonyme Anzeige gegen Kärntner Hypo

Einem Bericht des „WirtschaftsBlatts“ zufolge sei unlängst eine anonyme Anzeige gegen die Kärntner Hypo erfolgt. Hierin werden der Bank ein „wissentlich befugnismissbräuchliches Verhalten und ein entsprechender Schädigungsvorsatz“ vorgeworfen. Ein Sprecher der Bank wies dies laut „oe24.at“ zurück und betonte, dass die Kreditvergabe an die Alpine Bau den geltenden Vorschriften entsprechend erfolgt sei.

Im August und Oktober 2012 hat die Kärntner Hypo der Alpine Bau einen Überbrückungskredit von 25 Millionen Euro eingeräumt beziehungsweise diesen verlängert. Dass das Unternehmen mittlerweile nicht mehr kreditwürdig ist, steht außer Frage, schließlich befindet es sich längst in der Insolvenz. Wie es im August und Oktober vergangenen Jahres um die Kreditwürdigkeit der Alpine Bau bestellt war, gilt es nun für die Klagenfurter Staatsanwaltschaft herauszufinden. Sollte die anonyme Anzeige der Wahrheit entsprechen, wäre die Kreditvergabe an die Alpine Bau durch die Hypo natürlich als unvertretbar zu bewerten.

Während die Staatsanwaltschaft Klagenfurt den Hypo-Kredit an die Alpine Bau untersucht, wird um eine Lösung für die in der Insolvenz befindliche Alpine Bau gekämpft. Entsprechende Verhandlungen zwischen dem Masseverwalter und der Bauindustrie laufen bereits, wie „salzburg24.at“ unter Berufung auf den in Wien ansässigen Baukonzern Porr zu berichten weiß. So wird die Zukunft zeigen, ob die Alpine Bau tatsächlich Teil des international tätigen Porr-Konzerns wird.