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Hypo Alpe Adria meldet deutlich höheren Kapitalbedarf


Die Hypo Alpe Adria ist ohne Frage eines der größten Sorgenkinder des österreichischen Finanzwesens und machte in den vergangenen Monaten immer wieder mit neuen Hiobsbotschaften von sich reden. Wie auf „profil.at“ zu lesen ist, soll die Bank trotz massiver Probleme nicht in die Insolvenz gehen. Dies hat die österreichische Bundesregierung entschieden. Stattdessen soll eine Abbaugesellschaft unter privatrechtlicher Führung die Abwicklung der Kärntner Bank in die Hand nehmen. Zudem soll laut Finanzminister Michael Spindelegger auch Kärnten zur Kasse gebeten werden und sich mit Kapital aus dem Zukunftsfonds an den Kosten beteiligen.

Hypo Alpe Adria informiert über Kapitalloch

Im Rahmen einer gesetzlichen Pflichtmitteilung hat die Hypo Alpe Adria „diepresse.com“ zufolge darüber informiert, dass aktuell ein massiver Kapitalbedarf in Höhe von noch 1,43 Milliarden Euro besteht. Die Hypo benötigt bis September also noch weitaus mehr als bislang gedacht. Dass bei der Hypo Alpe Adria ein hoher Kapitalbedarf besteht, stand außer Frage, doch dass das Kapitalloch so groß ausfällt, hatte wohl kaum jemand erwartet.

Nachdem die Regierung festgestellt hatte, dass die Abwicklungsgesellschaft für die Hypo Alpe Adria mit 17,8 Milliarden Euro ausgestattet werden soll, sind die Zahlen auf der Pflichtmitteilung gewissermaßen ein Schock. Schon 2013 verzeichnete die Bank einen zusätzlichen Kapitalbedarf von 1,75 Milliarden Euro. Im Vorfeld der Gründung dieser Abbaugesellschaft braucht die Bank noch knapp 1,5 Milliarden Euro, um eine gültige Bilanz vorweisen zu können. Verluste, die bis September anfallen werden, Abwertungen und die Risikoabsicherung machen dies erforderlich. Da es sich bei der Hypo Alpe Adria um eine staatliche Bank handelt, werden somit Steuergelder fließen. Bis die betreffende Bad Bank steht und die Hypo Alpe Adria abwickeln kann, sind demnach weitere Staatskapitalspritzen vonnöten. Angesichts der Tatsache, dass Österreich seit dem Jahr 2009 bereits 4,8 Milliarden Euro an Steuergeldern in die Kärntner Bank stecken musste, bleibt zu hoffen, dass die Abwicklung bald erfolgreich beginnen kann.