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HSBC setzt auf massiven Sparkurs


Die in London ansässige HSBC (Hongkong & Shanghai Banking Corporation Holdings PLC) gehört zu den weltweit größten Unternehmen und ist folglich eine der bedeutendsten Großbanken der internationalen Finanzwelt. Dass Krisen auch vor solchen Instituten keineswegs Halt machen, zeigt die aktuelle Situation, denn übereinstimmenden Medienberichten zufolge muss die Bank HSBC gegenwärtig kräftig sparen.

HSBC nimmt weitreichende Umstrukturierungen vor

Auf „tagesschau.de“ ist gegenwärtig zu lesen, dass die HSBC, bei der es sich um die größte Bank in ganz Europa handeln soll, massive Einsparungen erzielen will. Pro Jahr sollen etwa vier Milliarden Euro eingespart werden. Um dies zu erreichen, soll ein grundlegender Umbau des Konzerns erfolgen, der unter anderem einen Rückzug aus dem Brasilien- und Türkei-Geschäft vorsieht. Ein wesentlicher Punkt der Umstrukturierung ist allerdings ein massiver Stellenabbau. Zunächst sollen etwa 25.000 Arbeitsplätze durch die zuvor genannten Maßnahmen abgebaut werden.

Laut „tagesschau.de“ will es die HSBC aber nicht dabei belassen und noch weitere rund 25.000 Stellen abbauen. Dies soll durch die Zusammenlegung der Dienstleistungs- und IT-Sparte sowie einige Filialschließungen erreicht werden. Während vor der globalen Finanzkrise 2007 noch mehr als 300.000 Menschen für die HSBC tätig waren, will die Bank bis zum Jahr 2017 auf nur noch rund 210.000 Mitarbeiter schrumpfen.

Strengere Richtlinien, sinkende Renditen und mehrere Skandale haben der Großbank schwer zugesetzt und eine Neuausrichtung erforderlich gemacht. Stuart Gulliver, der seit 2011 an der Spitze der HSBC steht, reagiert aktuell erneut mit Stellenstreichungen, so dass für die Mitarbeiter der britischen Großbank schwere Zeiten anbrechen. Nichtsdestotrotz schaut das Bankhaus hoffnungsvoll in die Zukunft und will sich vor allem im asiatischen Raum stärker engagieren. Sogar ein Umzug nach Asien und somit weg aus Großbritannien, wo sich der Unternehmenssitz gegenwärtig befindet, wird in Erwägung gezogen und könnte zu dem umfassenden Maßnahmenkatalog der HSBC für die kommenden Jahre gehören.