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Griechische Banken eröffnen wieder


Im Vorfeld des Referendums und der anschließenden Einigung mit den Gläubigern befand sich Griechenland in einem Schwebezustand, der das alltägliche Leben praktisch lahmlegte. So blieben unter anderem die Banken geschlossen, weil ihnen schlichtweg das Geld ausging. Im Zuge dessen wurde auch eine Limitierung der täglichen Barauszahlungen auf 60 Euro eingeführt. Unter Hochdruck beschloss das griechische Parlament Reformen, um das dringend notwendige dritte Hilfspaket zu erhalten.

Banken in Griechenland wieder geöffnet

Fast ebenso schnell wie das Reformpaket verabschiedet wurde, werden nun die ersten Reformen umgesetzt. Auf „derstandard.at“ ist zu lesen, dass ab Montag, den 20. Juli 2015, ein deutlich höherer Mehrwertsteuersatz gilt. Bis Ende 2015 soll der griechische Staat dadurch Mehreinnahmen in Höhe von rund 800 Millionen Euro erzielen können. Für die Bevölkerung heißt dies aber zunächst, dass viele Dienstleistungen und Produkte deutlich teurer werden, da die Mehrwertsteuer von 13 Prozent auf 23 Prozent steigt.

Positiv dürfte dahingegen die Nachricht sein, dass die Banken wieder geöffnet haben. Laut „handelsblatt.com“ sorgte ein Dekret vom vergangenen Samstag dafür, obgleich das Auszahlungslimit nach wie vor bei 60 Euro täglich bleibt. Es soll allerdings nicht nötig sein, jeden Tag zur Bank zu rennen, da eine akkumulierte Auszahlung von bis zu 420 Euro wöchentlich möglich ist.

Erwähnenswert ist ebenfalls die Tatsache, dass Bargeldabhebungen aus dem Ausland mit griechischen Debit- und Kreditkarten weiterhin nicht möglich sein sollen. Wie „handelsblatt.com“ berichtet, sollen Einkäufe im Ausland so aber bezahlt werden können. Dank der Erhöhung der Ela-Nothilfen durch die Europäische Zentralbank können die Banken in Griechenland zwar wieder öffnen, Normalität kann allerdings noch nicht einkehren. Griechische Bankkunden müssen sich also nach wie vor auf Einschränkungen einstellen. Bis sich die Lage beruhigt hat und wieder Alltag einkehren kann, wird es somit noch einige Zeit dauern. Die Aussicht auf weitere Hilfen der Eurogruppe macht aber durchaus Hoffnung.