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Griechenland-Krise ist noch nicht ausgestanden


In den vergangenen Wochen und Monaten war die nach wie vor akute Flüchtlingskrise eines der Hauptthemen in den Medien, so dass nur wenig Platz für andere Themen blieb. Dies betrifft unter anderem die griechische Schuldenkrise, die zwar zu einem Teil aus der Presse verschwunden, aber keineswegs gelöst ist. So geht aus einem aktuellen Artikel auf „n-tv.de“ hervor, dass bereits in wenigen Tagen mal wieder eine Sondersitzung zur Finanzlage Griechenlands stattfinden soll. Die EU-Finanzminister sollen sich demnach am 28. April 2016 treffen, um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen. Bei dieser Gelegenheit soll erörtert werden, wie zu handeln ist, angesichts der Tatsache, dass die griechische Regierung in Athen bezüglich Sparmaßnahmen und Reformen deutlich in Verzug ist.

Dem Bericht auf „n-tv.de“ zufolge hoffe Jeroen Dijsselbloem, seines Zeichens Eurogruppen-Chef, dass sich die EU-Finanzminister mit Athen einigen können. So sorge allerdings die Tatsache, dass Griechenland bislang die geforderten Reformen und Sparauflagen noch nicht erfüllt hat im Euro-Raum für Verärgerung und stimme die Minister nicht gerade positiv. Eine zentrale Forderung besteht darin, dass zusätzliche Sparmaßnahmen in die Wege geleitet werden, für den Fall, dass die Budgetziele nicht erreicht werden.

Notfallplan für Griechenland

Dijsselbloem machte weiterhin deutlich, dass die jüngsten Beratungen der EU-Finanzminister in Amsterdam zu der Erkenntnis geführt hätten, dass für Griechenland ein Notfallpaket erforderlich sei. Dieses soll in das politische Paket integriert werden, aber nur im Fall der Fälle tatsächlich greifen. Um dies zu veranlassen, soll am kommenden Donnerstag eine Sondersitzung stattfinden. Der Eurogruppen-Chef regte außerdem an, ein gewisses Entgegenkommen in Betracht zu ziehen. In diesem Zusammenhang sagte er auch, dass ein nomineller Schuldenerlass nicht zur Debatte stehe. Stattdessen könnten Schuldenerleichterungen den Forderungen des IWF entgegenkommen und mitunter zu einer Entspannung der finanziellen Lage in Griechenland beitragen.