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Griechenland erzielte Einigung mit Gläubigern


Auch wenn die Griechenland-Krise nicht mehr allgegenwärtig ist und sich die Presse anderen Themen widmet, ist sie in keinster Weise ausgestanden und nach wie vor aktuell. Unlängst mussten die Griechen aber mal wieder bangen, doch nun scheint es eine Lösung zu geben. Wie unter anderem auf „bild.de“ zu lesen ist, soll es der griechischen Regierung gelungen sein, sich mit ihren internationalen Gläubigern zu einigen. Im Zuge dessen wurden einige Finanzreformen beschlossen, die nur noch der Genehmigung des Parlaments bedürfen.

Verhandlungen führten zum Erfolg

Nach langen Verhandlungen konnte Griechenland einen Erfolg melden, denn laut „kleinezeitung.at“ sollen die Geldgeber 12 Milliarden Euro aus dem dritten Rettungspaket freigegeben haben. Euklid Tsakalotos, Finanzminister Griechenlands, dürfte folglich erleichtert sein, dass eine umfassende Einigung nach den zahlreichen Verhandlungen endlich gefunden werden konnte. Seit mittlerweile rund einem Monat bangte Athen um die Kreditrate aus dem dritten Rettungspaket. Die internationalen Geldgeber stellten sich allerdings quer, weil Griechenland nicht die Auflagen erfüllt hatte. Nun lenkte Athen ein und konnte sich zu umfassenden Reformen durchringen, die den Streit beendeten und nun eine Auszahlung der zugesagten Kredittranche ermöglichen.

Ein wichtiger Schritt, für den das Geld der Gläubiger dringend benötigt wird, ist die Rekapitalisierung der vier führenden Banken Griechenlands. Für die griechische Bankenwirtschaft dürften sich im Zuge der Reformen einige Veränderungen ergeben, denn die internationalen Geldgeber bemängelten unter anderem den Umgang der Banken mit faulen Krediten. So sollen sie darauf bestanden haben, dass bei Immobilienkrediten, die nicht bedient werden, Zwangsversteigerungen durchgeführt werden, so dass die Banken trotzdem noch Geld erhalten, auch wenn der betreffende Kreditnehmer die Raten nicht tilgt. Ministerpräsident Alexis Tsipras soll „kleinezeitung.at“ zufolge strikt gegen die Pfändung von Immobilienbesitz von überschuldeten Privathaushalten gewesen sein, weil dies Familien mit niedrigen Einkommen in eine äußerst prekäre Lage bringen könnte. Die Griechen werden also mit weiteren Einschnitten leben müssen, damit die internationalen Gläubiger die dringend benötigten Gelder freigeben.