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Griechenland erhält erste Kreditrate aus dem neuen Rettungsprogramm


Bis das neue Rettungsprogramm auf den Weg gebracht werden konnte, bedurfte es eines zähen Ringens inklusive Referendum. Am Ende konnte eine Einigung erzielt werden, die die drohende Pleite verhinderte. Wie unter anderem auf „heute.de“ zu lesen ist, hat die Griechenland-Krise aber keineswegs an Dramatik verloren. In den vergangenen Wochen machte vor allem die Athener Börse mit zum Teil erheblichen Kursverlusten Schlagzeilen. Aktuell geriet die griechische Regierung auch mal wieder in Bedrängnis, denn am heutigen Donnerstag, den 20. August 2015, sind rund 3,4 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zu zahlen.

Laut „heute.de“ erfolgte nun die Freigabe der ersten Kreditrate aus dem neuen Rettungsprogramm durch die Euro-Finanzminister. Diese beläuft sich auf etwa 26 Milliarden Euro, wobei 13 Milliarden Euro und somit die Hälfte des Volumens am heutigen 20. August ausgezahlt werden sollen. Griechenland erhält somit im Rahmen der Hilfen frisches Kapital, das dringend nötig ist, wie unter anderem die fällige Rate an die EZB zeigt.

Die aktuelle Kreditrate soll zum Teil für die Zahlung an die Europäische Zentralbank genutzt werden. Aktuellen Medienberichten zufolge sollen allerdings zehn Milliarden einem bestimmten Verwendungszweck zugeführt und daher auf ein separates Konto transferiert werden. Die zehn Milliarden Euro auf dem Sonderkonto sollen ausschließlich zur Bankensanierung genutzt werden. Dass entsprechende Maßnahmen dringend erforderlich sind, hat die jüngste Verschärfung der Krise in Griechenland gezeigt. Zeitweise mussten die Banken des Landes schließen, wodurch die Griechen massive Einschränkungen im Zahlungsverkehr hinnehmen mussten. Auch wenn die Banken und die Börse mittlerweile wieder geöffnet haben, gelten nach wie vor strenge Vorgaben für den griechischen Finanzmarkt. Von Normalität kann folglich keine Rede sein. Das frische Kapital aus dem Euro-Rettungsprogramm ist also von großer Wichtigkeit für das Land. Im Herbst soll Griechenland daraus weitere drei Milliarden Euro erhalten. Dass Alexis Tsipras nun seinen Rücktritt verkündet hat und dem Land im September Neuwahlen bevorstehen, dürfte allerdings nicht zur Stabilität Griechenlands beitragen.