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Griechen fassen wieder mehr Vertrauen zu den Banken


In den vergangenen Monaten und fast schon Jahren haben viele Menschen in Griechenland das Vertrauen in die Banken verloren. Im Zuge der Krise fand ein regelrechter Run auf die Institute statt, da alle Kunden ihre Spar- und Girokonten leerräumen wollten, weil sie einen Verlust ihrer Einlagen fürchteten. In der Folge wurden Barabhebungen und Auslandsüberweisungen stark reglementiert. Aktuellen Medienberichten zufolge entspannt sich die Situation in Griechenland nun ein wenig, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die internationalen Gläubiger zwischenzeitlich eine Zusage über weitere Milliardenhilfen erteilt haben. Dies weiß unter anderem „kurier.at“ zu berichten.

Dass die wohlwollende Haltung der internationalen Gläubiger einiges bewirken kann, zeigt die gegenwärtige Situation in Griechenland. So sollen die Bankeinlagen seit Ende Mai 2016 von 4,5 Milliarden Euro auf 127 Milliarden Euro gestiegen sein. Dies geht laut „kurier.at“ aus einem Bericht der griechischen Tageszeitung „Kathimerini“ hervor, die sich wiederum auf Angaben der Zentralbank beruft. Die Griechen fassen also allmählich wieder mehr Vertrauen zu ihren Banken.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch eine Studie der Eurobank, wie auf „kurier.at“ zu lesen ist. Demnach haben die Griechen in den letzten zwölf Monaten etwa vier Milliarden Euro Bargeld wieder auf ihre Bankkonten eingezahlt. Nichtsdestotrotz ist die Skepsis gegenüber dem gesamten Finanzsystem nach wie vor groß. Das Vertrauen in die Banken wurde durch die Krise so tief erschüttert, dass viele Menschen ihr Geld lieber bar unter der Matratze liegen lassen anstatt es ihrer Hausbank anzuvertrauen. So sollen die Griechen schätzungsweise 15 bis 20 Milliarden Euro Bargeld daheim haben.

Obwohl sich die Lage ein wenig entspannt hat, hält die Regierung in Athen weiterhin an ihren strengen Kapitalverkehrskontrollen fest. Außerdem ist es den Griechen seit Juni 2015 nur noch möglich, maximal 420 Euro wöchentlich abzuheben. Es existieren also nach wie vor strenge Restriktionen, die zeigen, dass der Pleitegeier gewissermaßen noch immer über Griechenland kreist und das Land die Krise leider noch längst nicht überstanden hat.