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Gläubiger müssen für Hypo Alpe Adria zahlen


Die Hypo Alpe Adria ist eines der größten Sorgenkinder des österreichischen Finanzwesens und kennzeichnend für die nach wie vor anhaltende Krise. Dass die Bank massive Probleme hat und hoch verschuldet ist, ist längst kein Geheimnis mehr und beschäftigt auch die Politik. Wie aktuell auf „wirtschaftsblatt.at“ zu lesen ist, geht Österreich nun neue Wege, um eine adäquate Lösung zu finden. Im Zuge dessen soll ein neues Gesetz auf den Weg gebracht werden, das gewissermaßen einen Tabubruch darstellt.

Gläubiger sollen für Sanierung der Hypo Alpe Adria zahlen

Noch vor der parlamentarischen Sommerpause hat die österreichische Bundesregierung „kleinezeitung.at“ zufolge ein Sondergesetz für die Krisenbank Hypo Alpe Adria auf den Weg gebracht. Demnach sollen auch einige Gläubiger für die Sanierung zahlen und somit zum Teil kräftig zur Kasse gebeten werden. Für den Abbau sollen Gläubiger von nachrangigem landesbehafteten Kapital in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro sowie die BayernLB mit 800 Millionen Euro geradestehen. Insgesamt wurde das Bankenhilfspaket auf 22 Milliarden Euro aufgestockt. Eine eigene Einheit soll den Abbau der Hypo Alpe Adria übernehmen und als Holding innerhalb des Finanzministeriums fungieren. Diese Abbau-Einheit soll die Verwertung von etwa 17 Milliarden Euro übernehmen und ab November ohne Banklizenz arbeiten können.

Basierend auf der EU-Richtlinie aus dem Jahr 2001 setzt die österreichische Bundesregierung auch auf eine Belastung der Gläubiger. Finanzminister Michael Spindelegger machte laut „wirtschaftsblatt.at“ deutlich, dass dieses Vorgehen keineswegs die Regel werden soll. Das neue Gesetz geht speziell auf den Fall Hypo ein und soll vor allem dafür sorgen, dass die Belastung für den österreichischen Steuerzahler nicht so immens wird. Die Gläubiger sollen nun von Gesetzes wegen zu einem Schuldenerlass gezwungen werden, was diesen selbstverständlich nicht behagt, weil sie so einen Totalverlust hinnehmen müssten. Rating-Agenturen sehen den Weg, den die Alpenrepublik einschlägt, ebenfalls kritisch und gehen von einer eher negativen Entwicklung aus.