You are here: Home » News » Finanzbranche kritisiert Pläne der Europäischen Zentralbank

Finanzbranche kritisiert Pläne der Europäischen Zentralbank


Die Europäische Zentralbank warnte unlängst vor einem drohenden Crash und rief vor allem Investoren und Banken dazu auf, adäquat für den Fall der Fälle vorzusorgen. Aktuellen Berichten zufolge übt die Finanzbranche nun Kritik an den Plänen der Europäischen Zentralbank. Laut „tagesschau.de“ ist es möglich, dass die EZB noch in dieser Woche Maßnahmen ankündigt. So sei es durchaus denkbar, dass der ohnehin äußerst niedrige Leitzins noch weiter reduziert wird. Darüber hinaus soll die Europäische Zentralbank auf Geschäftsbanken einwirken wollen, die sich unter anderem bei der Kreditvergabe zu restriktiv zeigen und das Geld gewissermaßen horten. Wie „tagesschau.de“ berichtet, könnten die betreffenden Institute mit einer zusätzlichen Strafgebühr gerügt werden.

Deutsche Finanzbranche appelliert an EZB

Die voraussichtlichen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank stoßen in der Finanzbranche auf wenig Gegenliebe und versetzen den gesamten Sektor in Aufruhr. Auf „tagesschau.de“ ist zu lesen, dass die deutsche Finanzbranche gegenwärtig an die EZB appelliere, ihre Pläne noch einmal zu überdenken. BVR-Präsident Fröhlich machte deutlich, dass durch Strafzinsen kaum eine Belebung des Kreditmarktes zu erwarten sei. Zudem würde diese Maßnahme negative Konsequenzen haben.

Die deutsche Kreditwirtschaft ist sich zudem einig, dass vor allem die Sparer massiv unter einer weiteren Senkung des Leitzinssatzes leiden würden. Die Volks- und Raiffeisenbanken, Sparkassen und Versicherungen kommen darin überein, dass eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik eine Enteignung der Sparer bedeute. Insbesondere deutsche Verbraucher, die großen Wert auf sichere Anlagen legen, würden stark durch die niedrigen Zinsen benachteiligt werden.

Die Krise hat unter anderem die EZB in den vergangenen Jahren dazu veranlasst, den Leitzins zu senken, Staatsanleihen zu kaufen und große Geldmengen für das Finanzsystem zur Verfügung zu stellen. Trotz der zahlreichen Maßnahmen zur Stabilisierung ist die Gefahr in Europa nicht gebannt, denn „tagesschau.de“ zufolge, fürchtet die Europäische Zentralbank eine Deflation. Vor allem in den Staaten, in denen die Krise nach wie vor für massive Probleme sorgt, könnte sich die Lage so noch deutlich verschärfen.