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EZB will Meldestelle für Cyberangriffe einrichten


Während klassische Banküberfälle abnehmen, werden Cyberangriffe zu einer zunehmenden Bedrohung für Banken. Immer häufiger attackieren Hacker die Zahlungssysteme der Institute und richten so Millionenschäden an. Mittlerweile hat sich eine regelrechte Branche rund um die gegen Banken gerichtete Cyberkriminalität entwickelt, so dass meist keine Einzeltäter, sondern vielmehr professionelle Organisationen dahinterstecken. Unlängst wurde wieder ein dramatischer Fall von Cyberkriminalität gegen Banken bekannt. Wie auf „zeit.de“ zu lesen ist, haben Hacker die Schnittstellen des Swift-Zahlungssystems genutzt und so der Zentralbank von Bangladesch rund 81 Millionen US-Dollar gestohlen.

Die bisherige Erfahrung zeigt, dass es sich längst nicht mehr um Einzelfälle handelt und das Problem künftig noch weiter zunehmen wird. In Anbetracht der Tatsache, dass praktisch jede Bank Online-Banking anbietet und somit auf die eine oder andere Art und Weise moderne IT nutzt, ergeben sich für Hacker zahllose Ansatzpunkte. IT-Sicherheit ist daher eines der großen und wichtigen Themen in der internationalen Finanzwirtschaft.

EZB wird gegen Cyberattacken aktiv

Unter anderem, laut „heise.de“, sieht sich die Europäische Zentralbank nun gewissermaßen in der Verantwortung und will aktiv werden. Aus diesem Grund will die EZB eine zentrale Meldestelle für Cyberangriffe gegen Banken einrichten. Auf diese Art und Weise soll eine Datenbank entstehen, in der entsprechende Störfälle erfasst werden. Einerseits soll dies der Analyse der gegenwärtigen Situation, andererseits aber auch als Frühwarnsystem dienen. Die Banken sollen so rasch in Erfahrung bringen können, ob ihre Störfälle Einzelfälle sind oder gegenwärtig massive Attacken stattfinden.

Weiterhin ist zu lesen, dass sich das Vorhaben der EZB bereits in der Pilotphase befindet. Knapp 20 Institute sollen bislang daran teilnehmen. Wenn es nach der Europäischen Zentralbank geht, ist das Pilotprojekt lediglich der Anfang, denn künftig sollen alle Banken, die unter der Aufsicht der EZB stehen, entsprechende Informationen erheben und in die zentrale Datenbank einspeisen. So will die Europäische Zentralbank einen wichtigen Beitrag zur IT-Sicherheit in der europäischen Bankenwirtschaft leisten.