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EZB widmet sich weiteren Anleihekäufen


Die Europäische Zentralbank setzt im Kampf gegen die Deflation auf verschiedene Maßnahmen. Allgemein bekannt ist die Festlegung des Leitzinssatzes auf 0 Prozent, wobei dies längst noch nicht alles ist. Wie unter anderem auf „spiegel.de“ zu lesen ist, sind massive Anleihekäufe eine wichtige Säule des Maßnahmenpaketes. So soll die EZB allein in der letzten Woche Staatsanleihen für sage und schreibe 19 Milliarden Euro erworben haben. In der davorliegenden Woche investierte die Europäische Zentralbank im Gegensatz dazu „nur“ knapp 9 Milliarden Euro in Staatspapiere. Die aktuellen Zahlen belegen folglich, dass die Währungshüter ihre Anleihekäufe deutlich ausweiten.

EZB setzt auf den Kauf von Staatsanleihen

Für Beobachter der Finanzwelt dürfte diese Entwicklung allerdings keine allzu große Überraschung sein. Wie auf „spiegel.de“ zu lesen ist, sah der Beschluss des EZB-Rats im März 2016 ohnehin eine erhebliche Erhöhung der Wertpapierkäufe vor. Bereits im März 2015 hat die Europäische Zentralbank das Kaufprogramm für Staatsanleihen ins Leben gerufen und soll bisher rund satte 670 Milliarden Euro in entsprechende Papiere investiert haben. Durch den Ausbau der Anleihekäufe dürfte sich diese Summe in den kommenden Monaten noch deutlich erhöhen. Laut „spiegel.de“ soll das betreffende Programm bis März 2017 somit ein Gesamtvolumen von 1,74 Billionen Euro aufweisen.

Die Motivation hinter dem immensen Kaufprogramm für Staatsanleihen ist, für Banken größere Anreize zu schaffen, von Staatspapieren Abstand zu nehmen und stattdessen Kredite für die Wirtschaft zu offerieren. Auf diese Art und Weise will Mario Draghi laut eines Berichts auf „wiwo.de“ der schwächelnden Kreditvergabe entgegenwirken. Bislang erleben die Institute zwar eine regelrechte Flut mit billigem Geld seitens der EZB, die Kreditvergabe kommt aber dennoch nicht so richtig in Schwung. Da der 0 Prozent Leitzins allein nicht ausreicht, sollen nun massive Anleihekäufe einen wichtigen Beitrag zur von der Europäischen Zentralbank angestrebten Inflation von zwei Prozent leisten.