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EZB-Stresstest sorgt für zum Teil erschreckende Erkenntnisse


Die Ergebnisse des Stresstests, den die Europäische Zentralbank unlängst durchgeführt hat, wurden gespannt erwartet. Nun wurden sie, wie aktuellen Medienberichten zu entnehmen ist, endlich veröffentlicht und sorgten für zum Teil erschreckende Erkenntnisse. Die EZB wollte im Zuge dessen eine massive Krise simulieren und feststellen, inwiefern die einzelnen Banken des Euro-Raumes für den Fall der Fälle gerüstet sind, schließlich ist die Krise noch nicht ausgestanden und zudem könnte es durchaus zu Verschlimmerungen der Situationen kommen. Für die Stabilität der Wirtschaft in der EU ist es daher essentiell, dass die Banken für den Ernstfall gewappnet sind.

Die insgesamt 130 wichtigsten Banken Europas mussten sich dem Stresstest der EZB unterziehen und wurden im vergangenen Jahr intensiv geprüft. Die meisten Institute bestanden den Test, der laut „manager-magazin.de“ als umfassendster Stresstest des Bankensystems aller Zeiten gilt. Grundsätzlich lässt sich also sagen, dass sich die europäische Bankenwirtschaft durch ein hohes Maß an Stabilität auszeichnet.

25 Banken fallen beim EZB-Stresstest durch

Trotz des guten Durchschnitts ist die Tatsache, dass 25 Banken beim EZB-Stresstest durchfielen, ein erschreckendes Ergebnis. Die meisten der betroffenen Institute konnten ihre Kapitallücken allerdings bereits stopfen, so dass aktuell noch neun Banken als Durchfaller gelistet sind, wie „spiegel.de“ berichtet. Insbesondere in Italien stehen die Banken demnach unter enormen Druck. Gleich neun der 25 zuerst durchgefallenen Banken stammen aus Italien. Selbst Traditionshäuser wie die Monte die Paschi di Siena konnten dem Stresstest der Europäischen Zentralbank nicht standhalten.

Während die Banken in Deutschland den Stresstest mit Bravour bestanden haben, bildet die Münchener Hypothekenbank gewissermaßen das schwarze Schaf des deutschen Bankensystems, denn ihr fehlte das notwendige Kapital, um die Bedingungen der Europäischen Zentralbank zu erfüllen. Auf „focus.de“ ist zu lesen, dass das Problem zwischenzeitlich gelöst und die Kapitallücke der Münchener Hypothekenbank geschlossen werden konnte. Bezogen auf ganz Europa besteht im EU-Bankensystem noch deutlicher Handlungsbedarf, obgleich die deutschen Banken gelassener in die Zukunft blicken können.