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EZB legt hohes Tempo bei den Anleihenkäufen an den Tag


Die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank sind zum Teil sehr umstritten und werden von vielen Finanzexperten scharf kritisiert. Dies hindert die EZB allerdings nicht daran, an ihrem Kurs festzuhalten. Wie nun unter anderem auf „derstandard.at“ zu lesen ist, legt die Europäische Zentralbank dabei ein hohes Tempo an den Tag und treibt die Anleihenkäufe voran. Aus dem Bericht geht hervor, dass in der vergangenen Woche bis zum 8. Juli 2016 Staatsanleihen im Wert von mehr als 16 Milliarden Euro von der EZB gekauft wurden. Dabei handelte es sich um Anleihen verschiedener Euro-Länder. Im Vergleich zur davorliegenden Woche bedeutete dies eine enorme Zunahme, denn zuvor beliefen sich die Anleihenkäufe auf ein Volumen von 9,73 Milliarden Euro.

Das betreffende Programm, in dessen Rahmen die Anleihenkäufe erfolgen, ist seit März 2015 aktiv und soll bislang mit einem Gesamtvolumen von knapp 900 Milliarden Euro einhergehen. Wie „de.reuters.com“ zu berichten weiß, soll das betreffende Programm im März 2017 nach insgesamt zwei Jahren enden. Ob die Währungshüter tatsächlich daran festhalten oder nicht doch noch eine Verlängerung des Programms erwirken, ist fraglich.

EZB kauft Firmenanleihen

Die Europäische Zentralbank widmet sich aber nicht nur dem Kauf von Staatsanleihen der Euro-Länder, sondern nimmt auch Firmenanleihen in ihre Bücher auf. Zu diesem Zweck wurde ein entsprechendes Programm aufgelegt, das seit dem 8. Juni 2016 aktiv ist. Allein in der vergangenen Woche soll die EZB Firmenbonds im Wert von 1,68 Milliarden Euro aufgekauft haben. Inklusive Hypotheken, Pfandbriefe und Regionalanleihen soll das Programm mit einem Gesamtvolumen von sage und schreibe 1,74 Billionen Euro ausgestattet sein.

Die Niedrigzinspolitik ist somit nur ein Teil des Maßnahmenkatalogs der Europäischen Zentralbank, durch den diese die Wirtschaftslage im Euro-Raum stabilisieren möchte. Viele Experten stellen sich allerdings in Frage, ob massenhaft billiges Geld und Anleihenkäufe probate Mittel sind.