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EZB fordert mehr Reformen


Die Europäische Zentralbank verfolgt bereits seit geraumer Zeit eine Politik des billigen Geldes und versorgt die Märkte in großem Stil mit Kapital zu extrem günstigen Konditionen. Dies weiß aktuell unter anderem „tt.com“ zu berichten. Das umfassende Programm der EZB beinhaltet unter anderem umfassende Anleihenkäufe. Unlängst gaben die Währungshüter bekannt, dass sie an diesem Kurs festhalten und bis mindestens März 2017 weiterhin Anleihenkäufe in Milliardenhöhe tätigen werden. Oberstes Ziel der Maßnahmen ist die Verhinderung einer Deflation.

Wie auf „welt.de“ zu lesen ist, zeigen die Ansätze der EZB zumindest teilweise nicht die gewünschten Effekte. So hat sich die Inflation in Deutschland nicht wie erhofft entwickelt und blieb im Dezember 2015 hinter den Erwartungen zurück. So sank die Inflation in der Bundesrepublik, was den Verdacht nahelegt, dass die Inflation im gesamten Euroraum schwächelt. Als größte Volkswirtschaft Europas ist Deutschland ein wichtiger Indikator für die Lage im gesamten Euroraum.

EZB fordert mehr Reformen von der Politik

Obwohl die Inflation nicht wie beabsichtigt anzieht und die Teuerung im vergangenen Monat sogar nachgelassen hat, zeigt sich die Europäische Zentralbank nach wie vor überzeugt von ihrem Vorgehen. Der EZB-Rat vertritt vielmehr die Meinung, dass die Geldflut zumindest Schlimmeres verhindert habe. Nichtsdestotrotz handele es sich um Sondermaßnahmen, die auch mit gewissen Risiken einhergehen. Um diese zu minimieren und eine bestmögliche Kosten-Nutzen-Bilanz zu erreichen, müssten die Ziele möglichst rasch erreicht werden. Die EZB strebt laut „tt.com“ eine Inflation von knapp 2 Prozent an. Zu diesem Zweck pumpt sie bereits seit Monaten jeden Monat mehrere Milliarden Euro in die Märkte und setzt zudem auf einen Leitzinssatz von nur 0,05 Prozent.

Dem Bericht zufolge machte Yves Mersch, seines Zeichens Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, deutlich, dass die Politik des billigen Geldes auch ihre Grenzen habe und nun die Politik gefordert sei. Wie „wienerzeitung.at“ berichtet, übt die EZB Kritik an der Reformmüdigkeit der Politik. In den einzelnen Staaten des Euroraums müssten demnach die notwendigen Reformen beschlossen werden, um die Wirkung der EZB-Maßnahmen nachhaltig zu steigern.