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EZB beschert Sparern Verluste in Milliardenhöhe


Dass sich das Sparen angesichts der gegenwärtig niedrigen Zinsen kaum noch lohnt, dürfte mittlerweile den meisten Verbrauchern bewusst geworden sein. In diesen Tagen kann man sich glücklich schätzen, wenn man noch über einen alten Sparvertrag oder Bausparvertrag mit fixer Verzinsung verfügt, schließlich leidet man in einem solchen Fall nicht ganz so massiv unter dem aktuell niedrigen Zinsniveau. Nichtsdestotrotz bringen klassische Sparmodelle längst nicht mehr das ein, was sie früher an Rendite für den Sparer erwirtschaften konnten.

In ganz Europa verlieren Privathaushalte, die sich fleißig dem Sparen widmen und so Rücklagen schaffen, in diesen Tagen viel Geld, wie unter anderem „spiegel.de“ zu berichten weiß. Geschuldet ist dies vor allem der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Der Euribor ist als Leitzins der EZB maßgebend für die Zinsentwicklung in der gesamten Europäischen Union, denn bereits seit dem Ende der 1990er-Jahre liegt die Geldpolitik der Eurozone zu einem großen Teil in den Händen der EZB.

Deutsche Haushalte verlieren Milliarden

Wie auf „de.euribor-rates.eu“ zu lesen ist, hat die EZB den Leitzins zuletzt im September 2014 auf 0,05 Prozent herabgesetzt, so dass dieser einen neuen Tiefststand erreicht hat. Bislang hat die Europäische Zentralbank in diesem Zusammenhang keine weiteren Veränderungen vorgenommen und hält somit an ihrer Währungspolitik fest. Für Kreditnehmer mag dies durchaus positive Effekte haben, für Sparer ist die gegenwärtige Situation dahingegen ein großes Ärgernis.

Allein deutsche Privathaushalte verlieren so Unsummen, weil das klassische Sparen kaum noch verzinst wird. Mitunter muss man sogar fürchten, Strafzinsen für hohe Guthaben zahlen zu müssen, wie immer wieder in den Medien zu lesen ist. Auf „handelsblatt.com“ wird aktuell berichtet, dass eine Studie die Ausmaße der Niedrigzinsen nun offenbart hat. Demnach verlieren allein Privathaushalte in Deutschland Summen in Milliardenhöhe. Aus der Studie der DZ Bank geht hervor, dass deutsche Sparer in den vergangenen fünf Jahren rund 190 Milliarden Euro durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank verloren haben.