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Europäische Zentralbank übernimmt Aufsicht über Banken in der Eurozone


Die Europäische Zentralbank hat zahlreiche Aufgaben und dient vorrangig als Währungsbehörde für den Euro-Raum. Von Frankfurt am Main aus, wo sich der Sitz der EZB befindet, wird die Geldpolitik Europas gesteuert. Gemeinsam mit den nationalen Zentralbanken der einzelnen EU-Staaten bildet die EZB das Europäische System der Zentralbanken und hat vor allem für die Preisniveaustabilität zu sorgen. Einem aktuellen Bericht auf „diepresse.com“ zufolge wächst das Aufgabenspektrum der Europäischen Zentralbank. Ab Herbst 2014 soll diese die Aufsicht über die Banken in der Eurozone übernehmen.

EZB wird europäische Bankenaufsicht

Auf diese Art und Weise wird die Europäische Zentralbank in absehbarer Zukunft zum alleinigen und zentralen Bankenaufseher Europas. Im Zuge der Übernahme der Bankenaufsicht erlangt die EZB zudem die Hoheit über die Bankenabwicklung. Demnach obliegt es künftig der Europäischen Zentralbank, über die Abwicklung von Banken in der Eurozone zu entscheiden. Ab Herbst 2014 liegt es somit allein in der Hand der EZB, festzustellen, ob eine Bank abgewickelt werden muss oder noch zu retten ist. Der Einfluss der Behörde auf das europäische Finanzsystem wird im kommenden Jahr also beträchtlich wachsen.

Jörg Asmussen (Mitglied des EZB-Direktoriums) betonte im Rahmen einer Konferenz die Vorteile der erweiterten Machtbefugnisse der EZB. Die Europäische Zentralbank könnte so rasch handeln und für die Abwicklung von Banken sorgen, die ohnehin nicht mehr überlebensfähig sind und folglich die Stabilität des europäischen Finanzsystems gefährden. Wie „diepresse.com“ berichtet, zeigte sich Asmussen die EZB-Bankenaufsicht betreffend überaus optimistisch. Die größten Kreditinstitute Europas werden der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank unterliegen und im Vorfeld eine detaillierte Bilanzprüfung über sich ergehen lassen müssen.

Das Online-Portal „diepresse.com“ geht davon aus, dass in Österreich die BAWAG, RLB Oberösterreich, Erste Group, RZB/RBI, Hypo Alpe Adria, ÖVAG, Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien direkt und die UniCredit Bank Austria indirekt unter der Aufsicht der EZB stehen werden.