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Europäische Zentralbank fürchtet problematische SEPA-Umstellung


Die Europäische Zentralbank setzt auf einen einheitlichen Zahlungsverkehr in Europa und macht daher das SEPA-Verfahren zur Pflicht bei Überweisungen und Lastschriften. Entsprechende Kontoverfügungen können ab dem 31. Januar 2014 nur noch mittels SEPA vorgenommen werden. Die SEPA-Einführung hat bereits im Januar 2008 begonnen und befindet sich nun gewissermaßen in den letzten Zügen, denn zum 1. Februar 2014 werden die nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren in den beteiligten EU-Staaten abgeschaltet.

SEPA-Umstellung dringend erforderlich

Um Überweisungen und Lastschrift-Abbuchungen weiterhin gewährleisten zu können, ist eine SEPA-Umstellung dringend erforderlich. Wer nicht rechtzeitig umsteigt, läuft Gefahr, dass beispielsweise die Miete nicht mehr abgebucht werden kann oder Überweisungen nicht den gewünschten Empfänger erreichen. Unternehmen und Verbraucher müssen sich gleichermaßen auf das europäische SEPA-Verfahren einlassen.

Wie „handelsblatt.com“ berichtet, beobachtet die Europäische Zentralbank voller Sorge, dass die SEPA-Umstellung nur schleppend läuft. Viele Unternehmen haben bislang noch keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen. Im Idealfall sollte diese schon jetzt durchgeführt werden, um einen reibungslosen Zahlungsverkehr zu gewährleisten.

SEPA-Umstellung läuft in Deutschland nur langsam

Im europäischen Vergleich tun sich die Deutschen laut „faz.net“ schwer, von ihren nationalen Zahlungssystemen Abschied zu nehmen. So ist hier zu lesen, dass sich die deutsche Bundesbank große Sorgen mache und feststellen musste, dass Deutschland in Sachen SEPA zu den Schlusslichtern im Euro-Raum gehört. In den anderen Staaten sei die Umstellung deutlich weiter fortgeschritten, während die Deutschen anscheinend noch abwarten.

Auch die Europäische Zentralbank zeigt sich überaus besorgt und verlieh unlängst ihren Befürchtungen dahingehend Ausdruck, dass sich der SEPA-Umstieg als problematisch erweisen könne. Insbesondere Deutschland gehöre in diesem Zusammenhang zu den Sorgenkindern der EZB. Es sei Eile geboten, um noch rechtzeitig auf das SEPA-Verfahren umzustellen, schließlich bleiben bis zur endgültigen Abschaltung der nationalen Verfahren nur noch knapp drei Monate Zeit.

Nicht nur Unternehmen und Vereine, sondern auch Verbraucher sollten sich dies bewusst machen und ihre Überweisungen und Lastschriften auf das europäische SEPA-Verfahren umstellen.