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Euro-Staaten wollen Griechenland einen präventiven Kredit gewähren


Obwohl einige Staaten in Europa massiv unter der Krise leiden und zum Teil unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen mussten, ist Griechenland nach wie vor das Gesicht der Krise. Im Laufe der vergangenen Jahre sind bereits zahlreiche Gelder nach Griechenland geflossen, doch das Land ist nichtsdestotrotz weiterhin auf internationale Rettungsprogramme angewiesen. Dessen sind sich die Finanzminister der Euro-Staaten absolut bewusst, wie unter anderem „wsj.de“ zu berichten weiß.

Dem Bericht zufolge haben sich die Finanzminister der Eurogruppe dahingehend geeinigt, Griechenland einen präventiven Kredit zu gewähren. Dieser soll als Polster für die griechische Regierung dienen, die aktuell einige Herausforderungen meistern muss. Der Chef der Eurogruppe Jeroen Dijsselbloem soll ebenso wie Pierre Moscovici, seines Zeichens EU-Wirtschaftskommissar, von der Maßnahme überzeugt sein. Der Zusammenhalt der Euro-Staaten soll Griechenland so vor einer Katastrophe bewahren.

Vorbeugender Kredit für Griechenland soll den Ausstieg aus dem Rettungsprogramm erleichtern

Griechenland hat sich noch nicht ganz von der Krise erholt und gehört zu den stark gefährdeten Staaten der EU. Aus diesem Grund sehen die Finanzminister der Euro-Staaten konkreten Handlungsbedarf und wollen Griechenland „wsj.de“ zufolge eine Kreditlinie für den Notfall bereitstellen. Seit 2010 sind Gelder in Höhe von rund 240 Milliarden Euro aus Hilfsprogrammen nach Griechenland geflossen. Anhand dieser Zahl werden die schwierige Lage der griechischen Wirtschaft und die Abhängigkeit Griechenlands von internationalen Hilfen deutlich. Das im Rahmen des Europäischen Stabilitätsmechanismus zur Verfügung gestellte Hilfsprogramm soll bis zum Ende des Jahres 2014 auslaufen, was einigen Experten Sorgen bereitet. Um den Griechen den Ausstieg aus dem Rettungsprogramm zu erleichtern, soll ein vorbeugender Kredit für den Notfall eingerichtet werden.

Während allgemein an der nachhaltigen Stabilität des griechischen Finanzsystems gezweifelt wird, will Athen eine größere Unabhängigkeit von internationalen Hilfen erreichen. Ein weiteres Hilfsprogramm soll es daher nicht geben. Darüber hinaus arbeitet die griechische Regierung auf ein früheres Ende des IWF-Programms hin, das eigentlich bis 2016 laufen soll.