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Euro-Gruppe verlängert Hilfsprogramm für Griechenland nicht


In den vergangenen Wochen und Monaten hat die Griechenland-Krise Europa in Atem gehalten und tagtäglich neue Schlagzeilen produziert. Allein in den vergangenen Tagen kamen immer wieder die Finanzminister der Euro-Gruppe zusammen, um zu beraten und gemeinsam mit den Griechen zu verhandeln. Griechenland sollte im Zuge dessen ein Sparpaket sowie Reformen erarbeiten, um seinen Gläubigern entgegenzukommen. Dies ist offensichtlich nicht in ausreichendem Maße geschehen, denn aktuellen Medienberichten zufolge soll sich die Euro-Gruppe am Samstag, 27. Juni 2015, gegen eine Verlängerung des Hilfsprogramms entschieden haben.

In einer mehrstündigen Sitzung in Brüssel kamen die Finanzminister der Euro-Zone laut „welt.de“ zusammen. Die Gespräche mit ihrem griechischen Kollegen Varoufakis führten allerdings zu keiner Lösung, so dass das Scheitern der Verhandlungen verkündet wurde. Auf „deutsche-wirtschafts-nachrichten.de“ ist zu lesen, dass gegenwärtig Gespräche ohne Griechenland stattfinden, um einen Plan B für Europa auszuarbeiten. In den EU-Verträgen war kein Ausstieg eines Landes aus der Währungsunion vorgesehen, weshalb nun fraglich ist, wie ein Grexit rechtlich ablaufen würde. Auch die Folgen für Griechenland und die restliche EU sind nur schwer abzuschätzen.

Griechischer Staatsbankrott steht kurz bevor

Angesichts gescheiterter Verhandlungen in Brüssel geht in der griechischen Bevölkerung die Angst um. Vor den Geldautomaten bilden sich lange Schlangen, weil die Verbraucher ihr Geld abheben, da sie eine Schließung der Banken befürchten. Wie es mit diesen weitergeht, ist noch unklar, denn bislang hat die EZB noch nicht entschieden, ob sie weiterhin Notkredite gewährt. Der Staatsbankrott wird nun ohnehin immer wahrscheinlicher, denn „zeit.de“ zufolge muss Griechenland nächste Woche 1,6 Milliarden Euro an den IWF zahlen. Weiterhin werden demnächst 3,5 Milliarden Euro an die EZB fällig. Eine Verlängerung des Hilfsprogramms wäre folglich dringend nötig, um die erforderlichen Kredittilgungen leisten zu können. Aktuell sieht es allerdings nicht nach einer Fortsetzung aus, so dass die Hilfen zum 30. Juni auslaufen und Athen auf die Pleite zusteuert.