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Erste Bank zahlt Staatshilfen zurück


Die Erste Bank ist eines der bedeutendsten Kreditinstitute Österreichs, hat im Zuge der Finanzkrise aber dennoch gelitten. So benötigte die Erste Group laut „kurier.at“ im Jahr 2008 Staatshilfen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Zusätzlich beschaffte sich die Bankengruppe 560 Millionen Euro von privaten Geldgebern. Insgesamt verschaffte sich die Erste Group demnach Kapital in Höhe von 1,76 Milliarden Euro, das selbstverständlich verzinst werden musste.

Erste Bank will Staatshilfen zurückzahlen

Auf „kurier.at“ ist aktuell zu lesen, dass unlängst der Plan bekannt wurde, die Staatshilfen zurückzuzahlen. Termin hierfür soll der 6. August sein. Die Erste Group wäre dann das erste Institut in Österreich, das die erhaltenen staatlichen Hilfen auf einmal zurückzahlen würde. Dies weiß „diepresse.com“ zu berichten. Weiterhin heißt es, die Erste Group habe dies bereits im vergangenen Jahr vorgehabt, sei aber aufgrund der Konjunkturlage nicht dazu gekommen. Nun soll es endlich so weit sein.

Erste Group setzt auf Kapitalerhöhung

Die Staatshilfen auf einen Schlag zurückzuzahlen, erfordert selbstverständlich entsprechendes Kapital. Um dieses zur Verfügung zu haben, hat die Erste Group auf eine Kapitalerhöhung gesetzt. Wie „kurier.at“ meldet, hat der entscheidende Schritt am 9. Juli 2013 stattgefunden. So hat die Erste Group durch die Herausgabe von rund 35,2 Millionen Jungaktien zu je 18,75 Euro eine Kapitalerhöhung von rund 660,6 Millionen Euro herbeigeführt. Institutionelle Investoren, wie zum Beispiel Pensionskassen, Fonds und Versicherungen, sollen die neuen Aktien übernommen haben. Die Erste Group betonte, dass es sich hierbei um stimmrechtsloses Eigenkapital handele.

Anhand der Kursentwicklung der Aktie wurde allerdings deutlich, dass die Anleger von diesem Schritt nicht sehr angetan waren, denn der Aktienkurs gab nach. Bereits seit Anfang 2013 schwächelt die Aktie der Erste Group, wie „diepresse.com“ berichtet. Nun ist aufgrund der Kapitalerhöhung ein weiteres Minus zu verzeichnen, das vor allem Anleger ärgern dürfte.