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Erste Bank verabschiedet sich von Brokerjet


Bislang bot die Erste Bank mit Brokerjet ihren Kunden eine Wertpapierhandelsplattform, die nun allerdings bald der Vergangenheit angehören soll. Seit mittlerweile 14 Jahren existierte die Plattform, wie auf „format.at“ zu lesen ist, und präsentierte sich als spezielles Angebot für Online-Trader. Zwischen 50.000 und 60.000 Kunden nutzten dieses Angebot und müssen sich nun vom altbewährten Brokerjet verabschieden.

Erste Bank ersetzt Brokerjet durch George

Ende November soll Brokerjet endgültig vom Netz gehen und sich nach 14 Jahren verabschieden. Bis zum 30. September 2015 soll die Plattform mit ihrem vollen Funktionsumfang zur Verfügung stehen, so dass bis zu diesem Tag Käufe und Verkäufe ohne Einschränkungen möglich sind. Anschließend beginnt eine Übergangszeit, die vom 1. Oktober bis zum 13. November 2015 dauern und nur noch Verkäufe erlauben soll. Auf diese Art und Weise sollen Online-Trader die Möglichkeit haben, ihre Wertpapiergeschäfte noch über das altbekannte System zu regeln, bevor dieses am 30. November um 24 Uhr dicht gemacht wird. Grund dafür sollen die veränderten Rahmenbedingungen sein, die hohe Investitionen erfordern würden, sollte das Institut an der bisherigen Wertpapierhandelsplattform festhalten.

Als Ersatz will die Erste Bank die Online-Plattform George anbieten, über die dann die diversen Wertpapierservices abgewickelt werden sollen. Aus dem Bericht auf „format.at“ geht allerdings hervor, dass George den Trading-Kunden der Erste Bank nicht umgehend zur Verfügung stehen wird. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass Online-Trader ihre Wertpapiergeschäfte zwischenzeitlich ruhen lassen müssen. Stattdessen müssen sie mit der Plattform netbanking Vorlieb nehmen und dort auf den beratungsfreien Service „Self Directed Investor“ zurückgreifen.

Österreichischen Online-Tradern, die als Kunden der Erste Bank bisher Brokerjet genutzt haben, stehen somit einige Veränderungen bevor. Wertpapierhändler sollten sich frühzeitig auf die Umstellung einstellen und entsprechend vorsorgen, damit ihnen nicht mitunter noch ein finanzieller Schaden durch die eingeschränkte Verfügbarkeit des Online-Tradings und den Systemwechsel entsteht.