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Erste Bank trennt sich teilweise vom Ungarn-Geschäft


Die Erste Bank ist das älteste Kreditinstitut Österreichs und von großer Bedeutung für die Finanzwirtschaft des Landes. Seit ihrer Gründung im Jahr 1819 hat die Erste Bank einen großen Wandel durchlebt und gehört nun seit 2008 der Erste Group an. Diese widmet sich nicht nur Finanzgeschäften in ihrer österreichischen Heimat, sondern ist auch in weiteren Staaten Mittel- und Osteuropas aktiv. Wie nun bekannt wurde, soll sich die Erste Bank teilweise vom Ungarn-Geschäft trennen.

Erste Bank verkauft an ungarischen Staat

Laut „krone.at“ beteiligt das ungarische Tochterunternehmen der Erste Group den Staat Ungarn fortan an ihrem Ungarn-Geschäft. Darüber hinaus soll die Bank ebenfalls die EBRD mit ins Boot geholt haben. Bei der EBRD handelt es sich um die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, die oftmals auch als Osteuropabank bezeichnet wird, weil sie unter anderem zu dem Zweck gegründet wurde, die Staaten in Osteuropa auf dem Weg zur Marktwirtschaft zu unterstützen.

Nun sind also der ungarische Staat sowie die EBRD Minderheitsaktionäre der ungarischen Tochterbank der Erste Group. Vor wenigen Tagen wurde, laut „krone.at“, in Budapest beschlossen, dass die beiden neuen Aktionäre jeweils bis zu 15 Prozent an der Bank halten. Ungarn würdigt das Entgegenkommen der in Österreich ansässigen Bankengruppe und will dem Bericht zufolge die Bankensteuer senken, was dem Ungarn-Geschäft der Erste Bank natürlich sehr zugutekommt. Die Regierung soll eine Erklärung veröffentlicht haben, in der sie ihre Absicht erklärt, die Bankensteuer in der Zeit von 2016 bis 2019 substanziell herabzusetzen.

Aus einer Meldung auf „kleinezeitung.at“ geht hervor, dass die Verhandlungen zwischen der Erste Bank Hungary, die in Ungarn rund eine Million Kunden betreut und 2.700 Mitarbeiter in 130 Filialen beschäftigt, und dem ungarischen Staat bereits aufgenommen wurden. Zugleich machte die Erste Group deutlich, dass die Erste Bank Hungary trotz der geplanten Maßnahmen weiterhin mehrheitlich im Besitz der Erste Group bleiben werde. Demnach soll lediglich ein Anteil an dem Ungarn-Geschäft veräußert werden.