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Die Kärntner Hypo Alpe Adria in der Krise


Die Kärntner Hypo hält die österreichische Wirtschaft und vor allem das Bankenwesen bereits seit geraumer Zeit in Atem. Unlängst hat die Nationalbank erschütternde Zahlen zur Situation der Hypo Kärnten veröffentlicht, wie „diepresse.com“ berichtet. Demnach würde eine Schließung der Hypo Alpe Adria Kosten in Höhe von bis zu 16 Milliarden Euro verursachen. Noch Anfang April 2013 war man von Schließungskosten von etwa 4,4 Milliarden Euro ausgegangen, was Finanzministerin Maria Fekter unter Berufung auf Unterlagen des Hypo-Managements in Brüssel der EU mitteilte. Laut „diepresse.com“ sind die mit einer umgehenden Liquidation verbundenen Kosten aber weitaus höher einzuschätzen. Dies teilte Andreas Ittner, seines Zeichens OeNB-Vorstand, unlängst öffentlich mit.

OeNB ist zuversichtlich

Trotz der wahrlich schlechten Zahlen der Kärntner Hypo lässt sich die OeNB „orf.at“ zufolge nicht ihren Optimismus nehmen und zeigt sich zuversichtlich. Die österreichische Nationalbank geht demnach nicht davon aus, dass es zu einer sofortigen Liquidation kommen wird. Dass sich die notverstaatlichte Hypo Alpe Adria in einer schweren Krise befindet, lässt sich natürlich nicht leugnen und ist mehr als offensichtlich. Eine Zerschlagung des Instituts könnte allein die österreichische Republik sage und schreibe 14 Milliarden Euro kosten. Angesichts dieser Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass Ittner von der OeNB deutlich macht, dass alles getan werde müsse, um eine solche Situation zu vermeiden.

Eine sogenannte Task-Force ist nun als Krisenrat in Sachen Hypo tätig und arbeitet an adäquaten Lösungen für die kriselnde Hypo Alpe Adria. In seiner Funktion als EU-Wettbewerbskommissar hat Joaquin Almunia den Verkauf aller operativen Teile der Kärntner Hypo von Österreich verlangt und als Frist Ende 2013 festgesetzt. Um hohe Kosten für den österreichischen Steuerzahler zu vermeiden, ist die Republik um eine großzügigere Frist bemüht. Grundsätzlich ist die OeNB aber zuversichtlich, dass es eine annehmbare Lösung geben wird. Die Weichen hierfür sind laut Ittner bereits gestellt.

Auch der Vorsitzende der Hypo-Expertenkommission Klaus Liebscher ist guter Dinge und sieht den Teilverkauf „kaernten.orf.at“ zufolge auf einem guten Weg. Auf „derstandard.at“ ist zu lesen, dass eine Investorengruppe im Umfeld einer Wiener Privatbank großes Interesse habe. Die Zeit drängt, denn bis Ende Mai muss Österreich konkrete Pläne zur Restrukturierung vorlegen, weil die EU ansonsten eine umgehende Schließung anordnen könnte.