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Kredite für Selbständige


Selbständig Tätige und Freiberufler stehen im beruflichen Alltag vollkommen anderen Herausforderungen gegenüber als angestellte Arbeitnehmer. Während diese über einen Arbeitsvertrag verfügen und monatlich ihr Gehalt erhalten, müssen Selbständige Gewinne erwirtschaften und vorausschauender planen, schließlich muss man auch für den Fall einer etwaigen Auftragsflaute vorsorgen und Rücklagen schaffen. Wer selbständig tätig ist, ist zwar sein eigener Herr und kann beruflich vollkommen frei entscheiden, steht aber gleichzeitig unter einem immensen Druck.

Nutzen von Krediten für Selbständige

Unabhängig von der aktuellen Auftragslage, müssen natürlich auch Selbständige ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen und beispielsweise Miete, Strom, Steuern und Gehälter zahlen. Gerät das Unternehmen zwischenzeitlich in Schieflage, sind die Rücklagen für gewöhnlich recht schnell aufgebraucht. Um eine drohende Insolvenz abzuwenden, erweist sich ein Kredit für Selbständige als äußerst nützlich. Mithilfe des Fremdkapitals lassen sich beispielsweise offene Rechnungen begleichen oder Waren kaufen, sodass der Betrieb unverändert weitergeführt werden kann und somit auch neue Umsätze generiert werden können.

Selbstverständlich haben nicht nur Selbständige mit finanziellen Problemen einen Bedarf an Krediten, im Gegenteil, denn auch im Falle eines florierenden Geschäfts ist Fremdkapital in der Regel unerlässlich. So kann man sich durch einen Kredit für Selbständige größere Anschaffungen leisten und somit die Vergrößerung des eigenen Unternehmens vorantreiben.

Ein Kredit für Selbständige muss aber nicht zwingend für gewerbliche Zwecke eingesetzt werden und kann vom Kreditnehmer somit auch problemlos privat genutzt werden. Da Bankkredite üblicherweise einen Einkommensnachweis in Form eines festen Arbeitsvertrags erfordern, den Selbständige nicht vorweisen können, ist ein Kredit für Selbständige oftmals die einzige Möglichkeit, an eine Finanzierung zu gelangen.

Besonderheiten eines Kredits für Selbständige

Die zentrale Besonderheit eines Kredits für Selbständige besteht demnach darin, dass dieser keinen Arbeitsvertrag als Einkommensnachweis für die Kreditvergabe voraussetzt. Nichtsdestotrotz muss man natürlich seine wirtschaftliche Bonität unter Beweis stellen und der kreditgebenden Bank im Vorfeld einige Vorlagen zur Verfügung stellen. Hierbei handelt es sich in der Regel vor allem um Steuerbescheide des Unternehmens. Anhand dieser lässt sich die wirtschaftliche Entwicklung der selbständigen Tätigkeit verfolgen. Auf diese Art und Weise bilden die Steuerbescheide bei Selbständigen und Freiberuflern für gewöhnlich die Basis für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit.

Da die Prüfung von Gehaltsabrechnungen bei einem Kredit für Selbständige nicht möglich ist, muss hierbei beispielsweise eine betriebswirtschaftliche Auswertung stattfinden. Neben Steuerbescheiden gehören daher oftmals auch die Bilanzen der letzten Jahre zu den wichtigsten Unterlagen, die ein potentieller Kreditnehmer im Rahmen der Beantragung eines solchen Kredits vorlegen muss. Grundsätzlich erweist sich eine derartige Überprüfung für einen Kredit für Selbständige deutlich aufwändiger als bei einem herkömmlichen Kredit.

Die Tatsache, dass ein Selbständiger über kein festes Gehalt verfügt, gestaltet aber nicht nur die Prüfung der Einkommensnachweise im Zuge der Kreditvergabe erheblich aufwändiger und schwieriger, sondern ist zudem auch dafür verantwortlich, dass die Kreditwürdigkeit vollkommen anders eingeschätzt wird. Bei gleichem Einkommen wird die Bonität eines Selbständigen im Gegensatz zu einem Arbeitnehmer in der Regel deutlich schlechter eingestuft, denn die Einnahmen aus einer selbständigen Tätigkeit können zumindest rein theoretisch jederzeit wegfallen und sind somit in keinster Weise mit einem festen Gehalt vergleichbar.