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Krankenkasse


Krankenkassen sind in vielen Staaten, wie zum Beispiel Österreich oder Deutschland, wichtige Institutionen des Gesundheitssystems und ein wesentlicher Bestandteil der nationalen Sozialversicherung, schließlich fungieren sie als Träger der Krankenversicherung.

Die Krankenkassen sind demnach von zentraler Bedeutung für das gesamte Gesundheitssystem und stellen die Krankenversicherung der Versicherten sicher. Im Rahmen einer Krankenversicherung werden im Allgemeinen sämtliche Kosten erstattet, die für die medizinische Behandlung von Erkrankungen, im Falle einer Mutterschaft oder nach einem Unfall anfallen. In erster Linie bestehen die Leistungen der Krankenkassen demnach aus Kostenerstattungen, die von den Versicherten selbst in der Regel unbemerkt bleiben, da die Abrechnung direkt mit dem jeweiligen Behandler erfolgt. Darüber hinaus gehören aber auch finanzielle Leistungen und Sachleistungen zum Spektrum der Krankenkassen.

Wer beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen beruflich länger ausfällt, erhält von seiner Krankenkasse Krankengeld. Diese finanzielle Leistung stellt das laufende Einkommen des Versicherten sicher, für den Fall, dass dieser aufgrund einer Krankheit nicht arbeiten kann. Bei dem Krankengeld handelt es sich jedoch um keine dauerhafte Lösung, sondern vielmehr um eine Art Überbrückung. Sollte der Versicherte dauerhaft nicht mehr arbeiten können, liegt eine Berufsunfähigkeit vor, sodass kein Anspruch auf Krankengeld besteht. Die Sachleistungen bestehen im Gegensatz dazu aus Arzneimitteln, sowie anderen Hilfsmitteln. Durch das breite Spektrum der Krankenkassen-Leistungen erfolgt hierdurch eine umfassende medizinische Versorgung.

Private und gesetzliche Krankenkassen

Im Allgemeinen unterscheidet man bei den Krankenkassen zwischen privaten und gesetzlichen Versicherungsträgern. Für gewöhnlich stellen die gesetzlichen Krankenkassen den Standard dar und gewährleisten eine medizinische Grundversorgung der Versicherten. In Deutschland bilden die gesetzlichen Krankenkassen eine zentrale Säule des nationalen Sozialversicherungssystems. Grundsätzlich sind alle Arbeitnehmer in der Bundesrepublik Deutschland dazu verpflichtet, sich in einer gesetzlichen Krankenkasse zu versichern. Von dieser Versicherungspflicht ausgenommen sind jedoch Arbeitnehmer, deren jährliches Arbeitseinkommen über der juristisch definierten Versicherungspflichtgrenze liegt. Diesen Personen steht es frei, Mitglied einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse zu werden.

Die private Krankenversicherung stellt das Gegenstück zu den gesetzlichen Krankenkassen dar und ist privatrechtlich organisiert. Die grundlegende Aufgabe ist aber auch bei privaten Anbietern der gleiche, denn hierbei geht es ebenfalls darum, den Versicherten einen umfassenden Krankenversicherungsschutz zu bieten. Als Mitglied einer privaten Krankenkasse genießt man demnach einen Versicherungsschutz gegen die Kosten, die aus einer medizinischen Behandlung im Zuge von Vorsorgemaßnahmen, einer Erkrankung oder eines Unfalls entstehen.

Anders als bei gesetzlichen Krankenkassen erweist sich das Aufnahmeverfahren in die private Krankenversicherung für gewöhnlich als deutlich schwieriger. So bewertet das Versicherungsunternehmen das jeweilige Risiko anhand des Alters, Gesundheitszustandes, Berufs und Geschlechts des Antragsstellers und behält sich das Recht vor, eine Aufnahme in die private Krankenversicherung zu verweigern. In den meisten Fällen wird jedoch ein Risikozuschlag erhoben, der die Kosten der Krankenversicherung mitunter erheblich erhöhen kann. Bei Arbeitnehmern ist es zudem eine Grundvoraussetzung, dass das jährliche Arbeitseinkommen nicht unter der Versicherungspflichtgrenze liegt.

Gesetzliche Krankenkasse oder private Krankenversicherung

Während sich der Beitragssatz bei der gesetzlichen Krankenkasse auf einen gewissen Prozentsatz des Arbeitsentgelts des Versicherten beläuft, spielt das Einkommen diesbezüglich in der privaten Krankenversicherung keine Rolle. Die monatliche Versicherungsprämie einer privaten Krankenversicherung basiert dahingegen auf dem individuellen Krankheitsrisiko des Versicherungsnehmers. Auch in anderer Hinsicht existieren maßgebliche Unterschiede.

Die gesetzlichen Krankenkassen legen das Sachleistungsprinzip zugrunde und erhalten folglich die erforderliche Sachleistung, sofern ein Bedarf vorliegt. Im Gegensatz dazu gilt bei privaten Krankenversicherern das Kostenerstattungsprinzip. Der Versicherte nimmt eine Leistung in Anspruch, erhält hierfür eine Rechnung und regelt anschließend die Kostenerstattung mit seiner Krankenkasse. Zudem ist das Leistungsspektrum privater Krankenversicherer in der Regel deutlich größer, weil diese nicht nur die Grundversorgung sicherstellen und außerdem auch unter einem gewissen Konkurrenzdruck stehen.